19. Februar 2008 23:04; Akt: 20.02.2008 09:21 Print

Chip sorgt für Unruhe unter StudentenChip sorgt für Unruhe unter Studenten

Die neue Legi der Uni und ETH Zürich ist umstritten: Weil sie sich per Funk abfragen lässt, fürchten die Studenten um ihre Privatsphäre.

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Für das neue Semester wurden alle Uni- und ETH-Studenten mit einer neuen Legi im Kreditkartenformat ausgestattet. Diese kann als Ausweis für die Zentralbibliothek und den akademischen Sportverband benutzt werden und dank einem integrierten Chip erübrigt sich das halbjährliche Zusammenkleben der Legi. Zudem soll dieser Chip ab Sommer die Labor- und Personalschlüssel ersetzen.

Nur Vorteile, könnte man meinen. Doch einige Studenten sorgen sich wegen des Chips um ihre Privatsphäre: Unter ETH-Studierenden macht sich die Meinung breit, im Chip seien wichtige Informationen zu ihrer Person gespeichert und man könne sie damit problemlos orten.

Im Internet-Forum der Informatik-Studierenden wird intensiv über Mittel diskutiert, die den Chip deaktivieren. «Ich empfehle eine Deaktivator-Zange, die den Chip durchlocht», lautet aus aktuellem Anlass der scherzhaft gemeinte Tipp eines Users.

«Die Ängste der Studenten sind absolut unberechtigt», wehrt sich Thomas Tschümperlin von der Abteilung Studierende bei der Uni Zürich. Denn auf der Karte werden keinerlei persönliche Daten abgespeichert. Und: Der Chip wird zwar berührungslos mit RFID-Funktechnik abgefragt. Die Reichweite beträgt aber lediglich 5 bis 10 Zentimeter.

Yvonne Eisenring