Homo-Hasser?

07. Mai 2009 10:35; Akt: 07.05.2009 10:55 Print

Mavado-Konzert findet trotzdem stattMavado-Konzert findet trotzdem statt

Das Zürcher Jugendkulturhaus Dynamo kippte gestern das Konzert des angeblichen Homo-Hassers Mavado aus Jamaika. Die Veranstalter haben bereits eine Ersatz-Location gefunden - und fordern Schadenersatz.

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Mavado, der angebliche «Homo-Hasser» und Reggae-Dancehall-Musiker aus Jamaika, wird nun am 14. Mai im «LG Club» in Zürich-Oerlikon auftreten. Dies, nachdem ihn die Betreiber des Jugendkulturhauses Dynamo in Zürich aus dem Programm gekippt hatten.

Schadenersatz gefordert

«Viele Personen wollten uns nach der Absage helfen, das Konzert trotzdem durchzuführen. Darum haben wir so rasch eine neue Location gefunden», sagt Culasi Blake des Veranstalters Haunted Promotion. Bis anhin hätten sie etwa 200 Tickets für die Show verkauft - diese sind auch im LG Club gültig. Doch für Haunted Production ist die Sache noch nicht gegessen. «Wir fordern vom Dynamo Schadenersatz, weil sie das Konzert gestrichen haben», so Blake.

Derweil meldet sich der Promo-Manager von Mavado zu Wort. «Der Musiker hat keine homophoben Texte in seinen Liedern.» Im Gegensatz zu früheren jamaikanischen Reggae-Stars gehöre Mavado zu einer neuen Generation. Diese wisse, dass es keinen Sinn mache, homophobe Texte zu verbreiten.

Doch die Weste von Mavado ist nicht lupenrein: Er machte bereits mehrmals durch homofeindliche Texte auf sich aufmerksam: In einem Lied singt er etwa «Battyboy (Schwuler) must die, yeahyeahyeah, lesbian must die, yeahyeahyeah.»

(am)