Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Schwul-lesbischer Fanclub
19. August 2009 23:37; Akt: 19.08.2009 23:37 Print
«Wir reden nicht nur über den Knackarsch»
von Roman Hodel - Der FCZ ist auch bei den Schwulen beliebt. Einige davon haben nun einen eigenen Fanclub gegründet.
Die Hertha BSC hat einen, der FC Basel ebenfalls, ja sogar die Berner Young Boys: einen schwul-lesbischen Fanclub. Und der Schweizer Meister FCZ? Bis vor kurzem Fehlanzeige. Doch nun gibts die Letzi Junxx – mit einer Handvoll Mitgliedern. «Wir wollen zeigen, dass Fussball und Schwulsein sehr wohl zusammenpassen», sagt der Initiant und langjährige FCZ-Fan Peter Wolfensberger (43).
Die Letzi-Junxx-Mitglieder David Bertsch (links) und Peter Wolfensberger zeigen im Stadion Flagge. (rom)
Die Hertha BSC hat einen, der FC Basel ebenfalls, ja sogar die Berner Young Boys: einen schwul-lesbischen Fanclub. Und der Schweizer Meister FCZ? Bis vor kurzem Fehlanzeige. Doch nun gibts die Letzi Junxx – mit einer Handvoll Mitgliedern. «Wir wollen zeigen, dass Fussball und Schwulsein sehr wohl zusammenpassen», sagt der Initiant und langjährige FCZ-Fan Peter Wolfensberger (43).
Sprechchöre wie «Alli Basler sind schwul» würden dadurch zwar kaum eliminiert, «aber die anderen Fans werden durch unsere Existenz sensibilisiert.» Auch deshalb möchten die Letzi Junxx als offizieller FCZ-Fanclub anerkannt werden.
«Wir freuen uns über jeden neuen Fanclub», sagt der FCZ-Fanverantwortliche Philipp Burckhardt. Trotzdem gingen die Meinungen unter den Fans auseinander: «Einige finden, Schwule und Lesben seien schon jetzt Teil der Kurve und auch ohne eigenen Fanclub akzeptiert.»
Letzi-Junxx-Mitglied David Bertsch (26) betont: «Es geht nicht darum, uns von den Hetero-Fans abzuschotten, sondern mit Gleichgesinnten Fussball zu schauen.»
Und worüber sprechen schwule Fans während des Spiels? «Wir reden nicht nur über den Knackarsch, wie viele vermuten», so Bertsch. Natürlich gefalle es ihnen, wenn einer nicht nur gut spiele, sondern auch gut aussehe: «So wie etwa Johan Vonlanthen», schmunzelt Wolfensberger.

























