Zürich

02. April 2009 17:12; Akt: 02.04.2009 17:17 Print

Familie Comagic kämpft weiterFamilie Comagic kämpft weiter

Die serbische Familie Comagic kämpft weiter gegen ihre Ausweisung. Der Zürcher Regierungsrat hatte ihr Ende Februar eine Aufenthaltsbewilligung verweigert, deshalb wendet sie sie sich nun ans kantonale Verwaltungsgericht.

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Wie der Anwalt der Mutter und ihrer beiden Töchter am Donnerstag mitteilte, wird dem Verwaltungsgericht die Frage vorgelegt, ob der Kanton Zürich mit seiner Entscheidung das ihm vom Bundesgesetzgeber anvertraute Ermessen nicht missbrauche. Damit würde er willkürlich handeln und Recht verletzen.

Die damals vierköpfige Familie war 1995 in die Schweiz eingereist, als die Zwillingsmädchen 18 Monate alt waren. Sie musste das Land aber im Jahr 2000 verlassen, nachdem der Bund ihr Asylgesuch abgelehnt hatte.

Härtefall oder nicht?

Nach der Scheidung in Serbien reisten beide ehemaligen Ehepartner wieder nach Zürich zurück und heirateten Schweizer Staatsangehörige. Beide lebten aber nie mit den neuen Ehepartnern zusammen.

Die Mädchen leben mit ihrer Mutter in Zürich. Sie besuchen die Oberstufe der Volksschule in Zürich-Enge. Auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler wehren sich gegen die Ausweisung der beiden Kolleginnen. Und der Zürcher Stadtrat hat jüngst seine Sympatie für die Familie und deren Anliegen ausgedrückt.

Der Regierungsrat war bei seinem Entscheid der Ansicht, die Familie erfülle die Voraussetzungen nicht, um als schwerwiegender Härtefall anerkannt zu werden.

(sda)