Interview mit Favrod

14. Februar 2012 21:54; Akt: 14.02.2012 22:16 Print

«Wir wollen gut situierte Gäste»«Wir wollen gut situierte Gäste»

Der künftige Zürcher Casino-Direktor kommt aus Basel: Michael Favrod über das beworbene Zielpublikum, Kleidervorschriften und seinen eigenen Spieltrieb.

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So futuristisch wird das Atrium des neuen Casinos in Zürich aussehen. (Bild: Swiss Casino Gruppe)

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Herr Favrod, Sie wechseln als Direktor vom Grand Casino Basel zum künftigen Swiss Casino Zürich – was reizt Sie daran?
Michael Favrod:
Zürich wird das grösste Casino der Schweiz, zudem liegt es mitten in der Stadt – jenes in Basel befindet sich ausserhalb.

Worin wird sich Zürichs Casino sonst noch von der Konkurrenz unterscheiden?
Wir wollen explizit gut situierte Gäste bewerben.

Darf ich als Normalverdiener trotzdem kommen?
Natürlich. Vorausgesetzt, Sie bezahlen den Eintritt und sind entsprechend angezogen.

Was heisst das?
Gepflegte, sportliche Bekleidung. Also kein Krawattenzwang. Kurze Hosen sind trotzdem nicht erlaubt.

Böse Zungen behaupten, wer in Zürich ein Casino eröffnet, kann nicht viel falsch machen. Hier wohnen so viele Leute und es gibt so viele Touristen ...
Nun, die Konkurrenz ist dafür gross. Baden oder auch Luzern werden nicht einfach zuschauen. Deshalb braucht es sicher auch unsererseits gute Marketingstrategien.

Was verbindet Sie mit Zürich?
Ich habe bereits einmal zehn Jahre in Zürich gearbeitet und lebe in der Nähe, im Aargau.

Als Casino-Direktor dürfen Sie in der Schweiz nicht spielen – sieht man Sie im Ausland dafür an Spielautomaten?
Auf jeden Fall. Ich probiere gern andere Spiele aus. Allerdings habe ich stets im Hinterkopf, dass grundsätzlich das Casino gewinnt.

(20 Minuten)