Fall Comagic

21. August 2008 16:06; Akt: 22.08.2008 14:05 Print

Gnadenfrist für Teenie-ZwillingeGnadenfrist für Teenie-Zwillinge

von Adrian Müller - Die Familie Comagic wird vorerst vor einer Ausschaffung nach Serbien bewahrt. Doch die beiden Teenie-Zwillinge aus Zürich-Enge müssen weiter zittern. Die solidarischen Mitschüler der Zwillinge planen derweil neue Aktionen.

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Bis Ende August hätte die Mutter mit Tijana und Aleksandra Comagic die Schweiz verlassen und ins serbische Niemandsland ziehen müssen. (20 Minuten Online berichtete). Die Familie hat nun beim Migrationsamt neue Beweismittel eingereicht, die das Kindswohl der Teenies betreffen.

Zukunft der Kinder gefährdet

Der Anwalt der Familie, Peter Bolzli, will die neuen Fakten nicht genauer erläutern. Er hält jedoch fest: «Den Kindern geht es schlecht, ihre Zukunft wäre in Serbien gefährdet». Die Behörden müssten nun die neuen Fakten unter die Lupe nehmen, was zur vorläufigen Sistierung der Ausreisefrist geführt habe. «Der Regierungsrat hat keinen neuen Entscheid gefällt, die Familie hat jedoch Anrecht auf Prüfung der eingereichten Unterlagen», präzisiert Regierungssprecherin Susanne Sorg einen Bericht des «Tages-Anzeigers.»

Schulbeginn als Hoffnungsschimmer

Das ganze Schulhaus Lavater in Zürich-Enge hofft, dass Aleksandra und Tijana mit ihrer Mutter in der Schweiz bleiben dürfen. «Der positive Wiederstand wird ab Montag weitergehen - mit dem Ziel und der Hoffnung, die Ausweisung aufzuheben», sagt der Medienverantwortliche Ronny Stocker. In der Schule Lavater habe sich eine grosse Schülerbewegung gebildet. Alle zögen am gleichen Strick. Selbst Zickenkriege unter den Girls seien beigelegt worden. Doch nicht nur die Schülerinnen unterstützen die Zwillingsschwestern: Auch die Buben stehen voll und ganz hinter ihnen.

Die Teenies planen derweil neue Aktionen: Im September findet eine weitere Solidaritätsdisco statt.