23. August 2007 23:53; Akt: 23.08.2007 23:56 Print

Stadtpolizisten sollen mit Muslimen Ramadan feiernStadtpolizisten sollen mit Muslimen Ramadan feiern

Polizeivorsteherin Esther Maurer lädt zum Fastenbrechen ein: Ihre Mitarbeiter sollen die islamische Kultur besser verstehen lernen. Doch das Interesse ist gering.

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Seit ein paar Wochen hängt am Anschlagbrett der Stadtpolizei folgende Mitteilung: «Gemeinsam mit dem Institut für interkulturelle Zusammenarbeit und Dialog organisiert das Polizeidepartement am 18. September ein Fastenbrechen.» Der Anlass biete die Möglichkeit, sich mit in Zürich ansässigen Muslimen auszutauschen. Wer wolle, könne auch an einem Abendgebet teilnehmen. «Ziel ist es, die Kulturen einander näherzubringen», sagt Polizeidepartement-Sprecher Reto
Casanova auf Anfrage. Für Instituts-Geschäftsführer Cebrail Terlemez soll vor allem Vertrauen geschaffen werden: «Die Muslime sollen das Gefühl bekommen, dass die Sicherheitsleute auch für sie da sind.»

Nur: Bei den Polizisten scheint der Anlass nicht gerade auf Begeisterung zu stossen. «Ich kann nicht sagen, dass viele Anmeldungen eingetroffen sind», sagt Casanova. Das Treffen sei aber auch fakultativ.

Noch weniger erfreut zeigt sich SVP-Fraktionspräsident Mauro Tuena und wettert: «Diese Aktion ist unnütz und reine Verschwendung von Steuergeldern.» Er wolle dem Polizeidepartement bei der nächsten Budgetdebatte deshalb die Gelder kürzen.

Romina Lenzlinger