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03. Februar 2008 22:45; Akt: 03.02.2008 22:32 Print
Grosse Solidaritätswelle für abgewiesenen Sikh
Der ehemalige Flugzeugentführer Jasvir Singh (64) arbeitet seit elf Jahren im Restaurant Schlauch. Gegen seine Ausweisung sind 400 Unterschriften gesammelt worden.
Der indische Sikh Jasvir Singh war 1981 an einer Flugzeugentführung beteiligt, die gewaltlos verlief. Dafür wurde er in Pakistan zum Tode verurteilt und sass 14 Jahre lang hinter Gittern. Nach seiner Begnadigung kam er vor 13 Jahren in die Schweiz.
Jasvir Singh soll ausgewiesen werden.
Jetzt soll er wieder in seine Heimat zurück: Sein Asylgesuch ist im Januar definitiv abgelehnt worden, bis am 22. Februar muss er die Schweiz verlassen. Das wollen die Betreiberfamilie und die Stammgäste der Niederdorf-Quartierbeiz Schlauch, wo Singh seit elf Jahren in der Küche arbeitet, nicht hinnehmen: Innert wenigen Tagen sind 400 Unterschriften für ihn gesammelt worden, seine Anwältin wird für ihn ein Härtefallgesuch einreichen. «Er gehört bei uns längst zur Familie, er ist ein vorbildlicher Mitarbeiter und ein lieber Mensch», sagt Schlauch-Wirtin Gabriela Weingand. «Ich zittere davor, zurückzukehren», sagte Singh zu 20 Minuten. Bei seiner Ankunft in Indien rechne er mit seiner sofortigen Verhaftung.
In Basel macht derzeit ein Kollege von Singh Schlagzeilen: Dort solidarisiert sich sogar die Regierung mit einem Kollegen von Singh, dem Ex-Flugzeugentführer, Stadtoriginal und Strassenwischer Dalip Khalsa, der ebenfalls ausreisen soll.
lüs/ps

























