


Als das Zürcher Stimmvolk im Juni 2008 den Abriss des bestehenden Kongresshauses für ein neues Projekt des spanischen Stararchitekten Rafael Moneo abgelehnt hatte, herrschte bei der Stadtregierung erst einmal Ratlosigkeit.
Sieben Monate danach hat der Zürcher Stadtrat nun bekanntgegeben, wie es auf dem Weg zu einem modernen Kongresszentrum weitergehen soll: Er stellt drei mögliche Standorte zur Diskussion. Dabei handelt es sich um das Kasernenareal im Kreis 4, um das Geroldareal beim Bahnhof Hardbrücke im Kreis 5 oder um einen Standort neben dem Hauptgebäude der Universität Zürich im Kreis 6. Klar ist damit: Einen Standort am See – die Rede war auch von Arealen in Tiefenbrunnen, Wollishofen und der Enge – schliesst der Stadtrat aus.
In einem nächsten Schritt soll der Gemeinderat im Frühling einen Kredit von zwei Millionen Franken für eine vertiefte Prüfung der Standortfrage und einen öffentlichen Diskurs darüber bewilligen. Nach einer ersten gründlichen Analyse soll dann 2010 ein Kredit für einen Projektwettbewerb gesprochen werden.
Bis das neue Kongresszentrum realisiert ist, wird es noch einige Jahre dauern. Urs Spinner, Sprecher des Zürcher Hochbaudepartements: «Vor dem Jahr 2015 ist dies sicher nicht der Fall.»
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