27. November 2007 12:29; Akt: 27.11.2007 16:53 Print

Drohne gegen HooligansDrohne gegen Hooligans

Die Zürcher Stadtpolizei testet am kommenden Donnerstag nach dem FCZ-Match den Einsatz einer unbemannten Drohne. Damit sollen kritische Menschenansammlungen bereits im Ansatz entdeckt werden.

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Im Anschluss an das Fussballspiel FC Zürich - FC Toulouse wird eine Drohne aus grösserer Entfernung Luftbilder vom Fussballstadion und der Umgebung in Zürich direkt in den Führungsraum der Stadtpolizei übermitteln.

Der Zweck derartiger Luftaufnahmen beschränke sich darauf, der polizeilichen Einsatzleitung einen groben Überblick über den Einsatzort zu vermitteln. Die in der Drohne eingebaute Kamera lasse die Identifikation von Menschen oder Fahrzeugkontrollschildern nicht zu, und sie würden auch nicht aufgezeichnet. Daher hätten weder der Datenschützer des Bundes noch derjenige der Stadt Zürich Bedenken zum vorgesehenen Einsatz der Drohne geäussert. Dank den Bildern aus der Luft sei es der Polizei besser möglich, kritische Menschenansammlungen, grössere tätliche Auseinandersetzungen zwischen Fangruppierungen, grosse Fussgängerströme oder Staus auf den Verkehrsachsen rechtzeitig zu erkennen und sichernde Massnahmen einzuleiten.

Laut Mitteilung der Zürcher Stadtpolizei haben alle Schweizer Host Cities den Bund um Unterstützung aus der Luft ersucht. Der Bundesrat habe diesem Ersuchen bereits 2006 stattgegeben. Die Luftwaffe verfüge einerseits über speziell ausgerüstete Helikopter des Typs Super Puma sowie anderseits über die unbemannten und vom Boden aus von lizenzierten Piloten ferngesteuerten Drohnen.