Oberglatt ZH

15. März 2010 23:49; Akt: 15.03.2010 20:02 Print

Schwarzfahrer: 5000 Franken für einen SchlagSchwarzfahrer: 5000 Franken für einen Schlag

von Attila Szenogrady - Ein erwischter Schwarzfahrer aus Oberglatt hat während einer Billettkontrolle einen uniformierten Zugbegleiter geschlagen. Nun wird es für den Schwarzfahrer teuer.

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Laut Anklage fuhr der aus Albanien stammende Schweizer in der Nacht auf den 26. März 2009 mit der S-Bahn der Linie 7 vom Bahnhof Hardbrücke in Richtung Winterthur.

Kurz nach Mitternacht tauchte ein uniformierter Zugbegleiter auf und unterzog den späteren Angeklagten aus Oberglatt einer Billettkontrolle. Als der heute 23-jährige Passagier nichts vorweisen konnte, verlangte der SBB-Beamte einen Ausweis. Ohne Erfolg, da sich der Fahrgast weigerte, seine Personalien bekannt zu geben. Dabei wurde die Stimmung immer gehässiger.


Wuchtiger Faustschlag

Schliesslich erklärte sich der erwischte Schwarzfahrer bereit, wenigstens ein Personalienblatt auszufällen. Als er sich aber dagegen sperrte, seine Telefonnummer bekannt zu geben, eskalierte die Situation. Wobei der Beschuldigte den Kontrolleur nicht nur massiv beschimpfte, sondern auch wuchtig mit der Faust gegen die Brust schlug.

Glücklicherweise konnten danach weitere Zugbegleiter die Situation wieder beruhigen. Gegen den Angreifer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.


Zuerst Prozess geplatzt

Der zuständige Staatsanwalt verlangte für den mutmasslichen und mehrfach vorbestraften Schläger wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte eine unbedingte Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu 60 Franken.

Ein erster Prozess im vergangenen Januar musste noch verschoben werden. So waren weder der Angeklagte noch ein wichtiger Tatzeuge vor dem Bezirksgericht Zürich erschienen. In einem zweiten Anlauf letzte Woche klappte es offenbar besser.


Rund 5000 Franken abliefern

Das Gericht hat den nicht geständigen Angeklagten in seinem am Montag eröffneten Urteil wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte zu einer teilbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 80 Franken verurteilt. Die Hälfte davon, also 2 400 Franken, soll der Schwarzfahrer bezahlen. Hinzu kommt eine nun widerrufene Bewährungsstrafe von zehn Tagessätzen zu 60 Franken. Was weitere 600 Franken Strafe bedeutete. Nicht zuletzt soll der Mann die Gerichtskosten von rund 2000 Franken tragen. Insgesamt kostet ihn die Attacke rund 5000 Franken. Das Gericht hat sich bei seinem Schuldspruch auf die Aussagen eines neutralen Belastungszeugen abgestützt.

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  • Reto Huber am 17.03.2010 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat fördert die Kriminalität...

    und solange solche Typen nicht nach Verbüssung einer KNALLHARTEN Strafe NICHT ausgeschafft werden, fördert der Staat die Kriminalität. Die Straftaten nehmen progressiv zu und unternommen wird NULL und NICHTS. Gruss an SP, Grüne, CVP und FDP!

  • ÖV am 16.03.2010 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzfahrer

    Wieso ist das Urteil so Milde bei einem Vorbestraften. Der hätte die ganze Strafe zahlen sollen und dazu noch mindesten 12 Monate unbedingt in den Knast. Dazu Schmerzensgeld für den Kontrolleur.

  • Harry Frey am 16.03.2010 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlpropaganda

    Mit solchem Verhalten machte der Schläger unfreiwillig Wahlpropaganda für die Ausschaffungsinitiative. Er hätte ja ohne zu prügeln einfach abhauen können oder was noch besser gewesen wäre die Fahrtaxe regulär bezahlen.