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15. Oktober 2006 23:28; Akt: 16.10.2006 02:34 Print
Jetzt kommt das Handy, das sogar beim Abnehmen hilft
Allergisch auf Nüsse? Keine Lust auf Gentech-Food oder neugierig, was die Melone im Shop um die Ecke kostet? Die ETH stellt diese Woche den Shopping-Assistenten vor, der sogar beim Abnehmen hilft.
Auf der Verpackung einer Tüte Pommes Chips oder eines Schokoladenriegels die Inhaltsstoffe oder den Nährwert ablesen zu wollen, ist nicht nur für Lesebrillenträger ein mühsames Unterfangen. Viel einfacher geht es mit einer Software, die Forscher an der ETH fürs Handys entwickelt haben.
So gehts: Mit Handy den Strichcode fotografieren.
ETH präsentiert Erlebnisausstellung
Die Shopping-Software fürs Handy wird während der Erlebnisausstellung «Die Welt zwischen 0 und 1» an der ETH vorgestellt, die am kommenden Freitag beginnt. Bis zum 29. Oktober werden den Besuchern zahlreiche Demonstrationen gezeigt sowie Spiele, Science-Filme und Führungen angeboten. Anlass zur Feier gibt das 25-Jahr-Jubiläum der Informatik an der ETH.
«Fotografiert man den Barcode eines Produktes mit der Handycam, erhält man zahlreiche Informationen», erklären Robert Adelmann und Christian Floerkemeier vom ETH Institut für Pervasive Computing. Die Daten, die via GPRS übermittelt werden, gehen sogar weit über das Kleingedruckte auf der Verpackung hinaus.
Neben den Inhaltsstoffen können auch Preisvergleiche abgerufen werden. Adelmann: «So könnte man in Zukunft innert Sekunden erfahren, was beispielsweise das Waschmittel im Supermarkt nebenan kostet.» Auch Testresultate von «K-Tipp» oder Infos von Greenpeace über gentechnisch veränderte Produkte werden aufs Handy geschickt.
Die Daten können sogar personalisiert werden: «Allergiker können die Software so einstellen, dass ihnen ein Warnton geschickt wird, wenn ein für sie unverträglicher Stoff enthalten ist.» Sogar beim Abnehmen könnte das Wundergerät helfen: Wenn der Fettanteil zu hoch ist, schlägt das Handy Alarm. Floerkenmeier: «Im Moment sind wir auf der Suche nach Partnern, mit denen wir die Technologie auf den Markt bringen können.»
Alexandra Roder

























