Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Dietlikon ZH
09. Februar 2010 23:45; Akt: 09.02.2010 22:26 Print
Verkehrsrowdy oder Justizopfer?
von Attila Szenogrady - Laut Anklage hat ein 20-jähriger Autolenker aus Dietlikon beim Limmattaler Kreuz einen anderen Verkehrsteilnehmer wiederholt mutwillig ausgebremst. Am Dienstag bestritt der Angeklagte die Vorwürfe und schob seine Mutter als Alibi-Zeugin vor.
Am Dienstag musste sich das Bezirksgericht Dietikon mit zwei Wahrheiten befassen. Einerseits mit den Darstellungen der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis. Demnach fuhr der Informatiker-Lehrling aus Dietlikon am 4. Mai 2009 mit seinem Personenwagen der Marke BMW 316i über das Limmattaler Kreuz in Richtung Gubristtunnel.
Symbolbild. (Colourbox.com)
Brüske Schikanestopps auf der Autobahn
Laut Anklage verlor der heute 20-jährige Lenker mazedonischer Abstammung plötzlich die Beherrschung und entschied sich für ein waghalsiges Überholmanöver. Dabei wechselte er in einem gefährlichen Abstand von nur zwei Metern die Fahrbahn und setzte sich knapp vor die Nase eines anderen Autolenkers. Dieser musste brüsk abbremsen und beschwerte sich mittels Lichtsignal und Hupe. Mit der Folge, dass sich der verärgerte Angeklagte zu einem zweiten, hirnrissigen Schikanestopp verstieg und mitten auf der Autobahn bis auf Schritttempo abbremste. Worauf der Geschädigte anhalten musste, um eine schwere Kollision zu vermeiden. Das schockierte Opfer notierte sich die Nummern des Verkehrsrowdys und suchte kurz darauf die Polizei auf.
Mutter als Alibi-Zeugin
Die zweite Wahrheit der Geschichte schilderte der Autohalter dem Dienstag vor Gericht. Seine Unschuldsversion war einfach: So bestritt er jegliche Täterschaft, da er sich zur fraglichen Tatzeit am Mittag nicht auf der Autobahn, sondern bei seiner Mutter in Dietlikon aufgehalten habe, sagte er. Dabei hatte er bereits in der Untersuchung nicht nur seine Mutter, sondern auch eine Kollegin von ihr als Entlastungszeuginnen aufgeboten. Er sei später mit dem Auto herumgefahren, jedoch völlig normal, führte er weiter aus.
Noch kein Urteil
Einfach machte es sich der zuständige Einzelrichter allerdings nicht. Aufgrund von diversen Aussagen von Verfahrensbeteiligten sah er sich noch nicht imstande, ein Urteil zu fällen. Den Entscheid soll der Zürcher Unterländer schriftlich erhalten. Bei einem Schuldspruch drohen ihm wegen mehrfachen groben Verkehrsdelikten sowie Nötigung nicht nur eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 40 Franken, also 7 200 Franken auf Bewährung, sondern auch eine Busse von 500 Franken. Zudem die Auflage sämtlicher Gerichtskosten.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 15 Kommentare




























Typisch CH-Zeitung!
Ist das nicht wieder einmal typisch? Wer wird hier als "schlechter mensch" "schlechte kultur" dargestellt? Sind es nicht wieder einmal die Ausländer..? Ihr seid einfach das aller letzte, die Schweizer Medien! Kaum tut ein Ausländer mal etwas schlechtes, wird ein Denkmal daraus gemacht! Billig, einfach niveaulos 20min.ch !
Weshalb lesen Sie dann die 20Min?
Wenn 20 Minuten niveaulos ist, weshalb lesen Sie dann die Zeitung? Denken, bevor man etwas sinnloses schreibt!
Typisch
Die richtig kriminellen Autofahrer erwischen sie nie. Wie z.B. der, der bei Bern auf die AB auffahren wollte und es Dank defensiver Fahrweise nicht geschafft hat, 100 m vor mir einzufädeln wos frei war und statt dessen bis zum Ende der Einspurstrecke fuhr und mich beinahe rammte. Meine Beifahrer schrien vor Angst und sagten mir später, dass nur noch ein paar cm fehlten bis zum Crash. Ich fuhr die erlaubten 80 km/h und konnte verkehrsbedingt nicht nach links ausweichen (keine Vorschrift). Der Schleicher bedankte sich danach mit 5 min. hupen.
Ja, ja...
...und wieder ein Autofahrer, der drängelt, bremst und sich aufführt, als gehöre ihm die Strasse, und wenn es dann vor Gericht geht, werden sie alle gaaaaaaaaaaaaanz klein. Klein ist mein Auto, weil ich kein grosses brauche, und trotzdem werde ich regelmässig von grösseren Autos genötigt, dass das Zeug hält. Das kümmert anscheinend auch niemanden. Ich würde mich freuen, wenn das Gesetz wesentlich härter durchgreifen würde.