Der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter hatte bereits mit einer Anzeige gedroht, sollte der Storchen-Wirt tatsächlich Gerichte wie Zürcher Geschnetzeltes oder Suppen mit Muttermilch zubereiten. «Ich habe Angst vor einer Strafanzeige und werde darum meine Pläne nicht umsetzen», sagte Hans Locher gegenüber Radio Zürisee. Da auch den Muttermilch-Lieferantinnen Strafanzeigen gedroht hätten, haben auch sie sich zurückgezogen.
Der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter beurteilte die Muttermilch nicht einfach als «unbedenklich», wie er gegenüber 20 Minuten Online sagte. «Hat eine Mutter beispielsweise eine Brustentzündung, ist das für das Kind unbedenklich, weil die Milch frisch ist. Das kann der Wirt aber gar nicht garantieren.» Für Etter ist deshalb klar, dass es «durchaus kritisch werden könnte», was die Gesundheit der Gäste anbelangt.
«Wirt macht sich strafbar»
Allerdings reagierte Etter auf die Muttermilch-Geschichte locker. Aus einem einfachen Grund: «Der Wirt macht sich strafbar, sollte er tatsächlich Muttermilch anbieten.» Laut Etter ist «der Mensch nicht auf der Liste der zulässigen Milchlieferantinnen aufgeführt». Nur schon dieser Passus in der Lebensmittelgesetzgebung verbiete eine Verarbeitung von Muttermilch. Zudem würden sich auch die Frauen strafbar machen, sollten sie dem Wirt ihre Milch verkaufen. «Auch der Handel von Muttermilch ist gemäss Lebensmittelgesetz verboten», so Etter.
Nun hat Muttermilch-Koch Hans Locher seine Pläne begraben.
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