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Facebook-Verbot
26. August 2009 15:18; Akt: 26.08.2009 22:57 Print
Es kostete schlicht zu viel
Der Zürcher Stadtrat greift durch: Per sofort ist der Internet-Zugriff auf Facebook und andere soziale Netzwerke für städtische Mitarbeitende gesperrt. Die Mitarbeiter hielten sich nicht an die Vorgaben. Der Steuerzahler spart 5,76 Millionen Franken pro Monat – rein rechnerisch.
Der Stadtrat von Zürich hatte sich bereits Ende April dieses Jahres mit Facebook beschäftigt (20 Minuten Online berichtete). Damals entschied er, den
Fünf Facebook-Besuche durchschnittlich pro Tag
Während im Mai noch 1,149 Millionen Facebook-Zugriffe gezählt wurden, waren es im Juni bereits wieder 1,598 Millionen und im Juli 1,748 Millionen vorwiegend privat genutzte Zugriffe. Im Durchschnitt griffen die
Das Verbot erspart dem Steuerzahler rein rechnerisch eine Menge Geld: Verbrachten die Facebook-Besucher pro Zugriff nur fünf Minuten auf der Seite, sind das rund fünf Stunden pro Monat. Aufgrund des Personalaufwandes aus dem Budget der Stadt Zürich für 2009 lässt sich ein durchschnittlicher Stundenlohn von rund 48 Franken errechnen. Die Besuche der
Kein Wunder haben diese Zahlen den Stadtrat bewogen, die Webseiten der Kategorie «Social Networks and Personal Sites» per sofort zu sperren, wie er am Mittwoch mitteilt. Selbstverständlich ist die Rechnung eine reine Zahlenspielerei. Der Hauptgrund der Sperrung ist dennoch die Kostenfrage, sagt Daniel Heinzmann, Direktor des Finanzdepartements Organisation + Informatik (OIZ). Da gehe es nicht nur um die Arbeitsstunden, die für Nicht-Berufliches genutzt werden.
Massnahme per sofort
«Diese Zugriffe verursachen eine enorme Datenmenge», sagt Heinzmann. Die Menge sei explosionsartig angestiegen und habe «die Netzwerke verstopft», so der Informatik-Chef. Das wollte man bei der Stadt nicht hinnehmen: «Es kann doch nicht sein, dass wir aufgrund dieser Zugriffe unsere Netze ausbauen müssen», findet er. Deswegen sperrte man neben Facebook auch Twitter, Myspace, Flicker und ähnliche Seiten ab sofort.
Eine Erleichterung für die städtische Informatik-Abteilung: «Dank der Sperrung können wir mit unserem Netz wie bisher weiterarbeiten», so Heinzmann. Wer einen Zugriff auf diese Seiten für dienstliche Zwecke benötigt, kann eine Ausnahmebewilligung beantragen. Gemäss dem OIZ-Direktor seien solche Bewilligungen beispielweise für die Polizei denkbar: «Die Polizei ist für Ermittlungszwecke auf den Zugriff auf Facebook angewiesen.»
Beim Kanton wird weiter «gefacebookt» - noch
Die
Für die Angestellten und ihre Facebook-Nutzung könnte das Folgen haben: «Je nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe ist eine Sperrung von Social-Network-Sites möglich», sagt Sorg. Die Gnadenfrist dauert aber wohl noch etwas an: Die überarbeitete Internetverordnung soll spätestens Ende Jahr dem Regierungsrat vorgelegt werden.
(ast/amc)

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