11. März 2008 22:50; Akt: 11.03.2008 22:37 Print

Michèle Roten: «Will jetzt keinen Aufstand machen»Michèle Roten: «Will jetzt keinen Aufstand machen»

von Alexandra Roder - Auf YouTube behauptet einer, er habe Sex mit Michèle Roten gehabt. Jetzt spekulieren Tausende: Hat sie oder nicht? Oder ist die Kolumnistin das Opfer eines Cyberbullys geworden?

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Was ich mag: Hotels. Sex in Hotels.» Wer im Internet nach Roten sucht, der findet Sex. Neu auch auf YouTube, vorgelesen von einem Mann mit Kapuzenpulli. «Hallöle, Hoi zäme». Dann wirds deftig, 3 Minuten lang. Er habe Sex mit der Kolumnistin Michèle Roten gehabt, behauptet er, zeigt wie zum Beweis das «Magazin» und liest eine angebliche «Miss Universum»-Kolumne von Roten zur gemeinsamen Nacht vor – eine Mischung aus abgelutschter Arztroman-Erotik, Hardcoreporno und schlechtem Geschmack.

Auf Internet-Foren entbrannte sofort eine Diskussion. Jeder wollte das Video sehen und spekulierte. Hat sie oder hat sie nicht? «Den Typen habe ich nie gesehen», sagt Roten, deren Mailbox gestern mit gutgemeinten Tipps überquoll, wie sie gegen diese «schamlose Diffamierung» vorgehen könne. Roten gibt sich cool: «Ich finds zwar nicht lustig, werde nun aber keinen Aufstand machen.»

Für Martin Boess, Leiter der Schweizerischen Kriminalprävention, ein typischer Fall von Cyberbullying. Die Anzahl Personen, die fertiggemacht werden, indem peinliche Bilder oder Videos von ihnen ins Netz gestellt werden, nehme stark zu. Und nicht jeder habe eine so dicke Haut wie Roten.