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Teurer Rausch
09. März 2010 10:09; Akt: 09.03.2010 12:02 Print
Ausnüchtern für 950 Franken
Berauscht zu sein, kann in Zukunft in der Stadt Zürich ganz schön teuer werden. Zum dazugehörenden Kater kann auch noch eine happige Rechnung fürs Ausnüchtern hinzukommen.
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Alkoholkonsum
Wer in der Stadt Zürich betrunken oder durch Drogen berauscht negativ auffällt, wird ab kommendem Freitag von der Stadtpolizei eingesammelt und in die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) gebracht. Das Ausnüchtern geht dabei erstmals in der Schweiz voll zu Lasten der Patienten.
Sind die Patienten in weniger als drei Stunden wieder auf den Beinen, kostet die Ausnüchterung im alten Zellentrakt der Urania- Wache 600 Franken. Dauert es länger als drei Stunden, werden laut Angaben der Stadt Zürich 950 Franken fällig - also gleich viel wie ein Deluxe-Doppelzimmer im Hotel Dolder.
12 Zellen sind bereit
Während ihres Aufenthaltes werden die Patienten von einer privaten Firma medizinisch betreut und von einer ebenfalls privaten Sicherheitsfirma beaufsichtigt und bei Bedarf gebändigt. «Sämtliche Handlungen stehen aber unter Aufsicht der Stadtpolizei», sagte Polizeivorsteherin Esther Maurer am Dienstag vor den Medien.
Bereit stehen 12 leicht zu reinigende Zellen, die mit einer Matratze und einer Toilette ausgerüstet sind. Alle Räume sind videoüberwacht, damit allfällige Komplikationen wie etwa Atemstillstände oder Krämpfe sofort erkannt werden. «Im Notfall werden die Patienten sofort ins Spital gebracht.»
Spitäler und Prämienzahler werden entlastet
Die Stadtpolizei erwartet rund 600 Patienten pro Jahr, also rund 12 pro Wochenende. Die Station ist jeweils von Freitag um 22 Uhr bis Sonntag um 15 Uhr geöffnet und in erster Linie für Jugendliche und junge Erwachsene bestimmt, die im Ausgang über die Stränge schlagen und irgendwann sich selber oder andere gefährden.
Maurer ist überzeugt, dass die ZAS helfen wird, den Ausgang in Zürich «für alle sicherer zu machen». Mit der neuen Station sollen aber auch die Notaufnahmen entlastet werden, welche die Betrunkenen bisher betreuen mussten. «Im Spital geht das zudem zu Lasten der Prämienzahler», sagte Gesundheitsvorsteher Robert Neukomm. «Das ist nicht fair und hat für die Jugendlichen keinen Erziehungseffekt.»
Eltern sollen Sprösslinge abholen
Sind die Patienten noch minderjährig, werden die Eltern informiert und in die Ausnüchterungsstation bestellt. Nebst der Rechnung erwartet sie dort auch ein Gespräch mit Mitarbeitern des Sozialdepartementes. «So wollen wir verhindern, dass wir die Klienten wiedersehen», sagte Neukomm.
(sda)
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Alle 119 Kommentare




























hmm Willkür
ich finde das ist einfach mal wieder ein Versuch das finanzloch zu stopfen! rechnet mal nach: 2 nächte und 9pers./nacht a 600 Fr. = 11'000 Fr.!!! Und wer entscheidet ob man "reif" für die Zelle ist? die Polizei? toll die Polizei-Willkür an die Macht! zelle ok aber die preise? NEIN!!
so ein quatsch
Lieber im freien gratis ausnüchtern!!
Wie vor Wilkür schützen?
Alle betrunkenen und Randalier können von mir aus in einer Zelle ausnüchtern. Aber wie werde ICH vor wilkür geschützt? Wer schützt mich vor frustrierten, überforderten und übermüdeten Polizisten? Was heisst denn hier Negativ auffallen? Man läuft mit seinen Freunden nach dem Ausgang nachhause. Man wird aufgegriffen und sagt dem Polizisten etwas falsches=900.- Man verpasst nach einem Arbeitsfest den Letzten ZUG/Bus und regt sich etwas auf. Wieder findet man bei einer Kontrolle evtl nicht die Richtigen Worte=900.-? Hier von Kusheljustiz sprechen und dann aus einer Autobusse ein Skandal zu machen.