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24. August 2006 22:55; Akt: 24.08.2006 23:10 Print
Zürich: Hotline gegen Zwangsprostitution?
Mit einer Hotline, einer Internetseite und Geld soll der Kanton Zürich gegen Zwangsprostitution während der Euro 08 vorgehen, fordert eine SP-Kantonsrätin. Eine kantonale Arbeitsgruppe ist bereits aktiv.
Frauenorganisationen befürchten, dass Menschenhändler während der Euro 08 Frauen aus dem Ausland in die Schweiz verschleppen und zur Prostitution zwingen. «Die Zuhälter wittern das grosse Geschäft, weil während grosser Sportanlässe immer auch die Nachfrage nach sexuellen Diensten steigt», sagt SP-Kantonsrätin Julia Gerber Rüegg gegenüber 20 Minuten.
Prostitution: An der Euro 08 winken gute Geschäfte. (AP)
Vom Regierungsrat wollten sie und ihre Politkollegin Katharina Prelicz-Huber (Grüne) wissen, wie in Zürich auf das Thema Zwangsprostitution an der Euro 08 aufmerksam gemacht wird. In der gestern veröffentlichten Antwort auf die Interpellation heisst es, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadtpolizei, Kantonspolizei und der Strafverfolgungsbehörde erarbeiteten bereits Massnahmen.
Trotzdem will Gerber jetzt mit einem Vorstoss nachdoppeln: «Der Kanton Zürich muss federführend gegen diese Menschenrechtsverletzung vorgehen.» Wie in Deutschland während der WM müssten auch in Zürich eine Hotline und eine Webseite eingerichtet werden, wo Freier und betroffene Frauen konkrete Hinweise melden könnten.
Gerber: «Es reicht nicht, dass sich nur der Bund in dieser Sache engagiert, auch der Kanton muss aktiv werden.»
Alexandra Roder

























