Zürich

07. Februar 2010 23:06; Akt: 07.02.2010 23:59 Print

«Südkurve» protestierte gegen Stadion-Aktien«Südkurve» protestierte gegen Stadion-Aktien

von Roman Hodel - In Zürich wurde am Samstag die Volksaktie fürs neue Fussballstadion lanciert. Die Fans der «Südkurve» brachten das Programm ziemlich durcheinander.

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«Südkurven»-Fussballfans stellten in der Kanzlei Forderungen. (Keystone)

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Zunächst lief alles wie geplant: In der Kanzleiturnhalle waren Fans dabei, erste Erklärungen für die Volksaktien zu unterzeichnen. Doch dann formierten sich draussen rund 100 Fans aus der Zürcher «Südkurve» und protestierten mit Flyern und Plakaten: «Volksaktie als Volksverarschung», stand geschrieben. Da schaltete sich der anwesende FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger ein: «Kommt rein, jetzt diskutieren wir!», rief er. Gesagt, getan. Auf einem improvisierten Podium stellte ein «Südkurven»-Sprecher Forderungen: «Wir wollen im neuen Stadion Stehplätze und je eine Kurve für die FCZ- und die GC-Fans.» Dafür erntete er viel Applaus von der «Südkurve», die fast die ganze Halle in Beschlag genommen hatte. «Zudem fordern wir ein Mitspracherecht beim Projekt – bis jetzt wurden wir überhaupt nicht gefragt.»

FDP-Stadtrat Martin Vollenwyder nahm die Forderungen entgegen und sagte: «Das Projekt steht erst am Anfang – es ist noch nichts entschieden.» FCZ-Präsident Ancillo Canepa versicherte, dass er sich bislang an allen Sitzungen für Stehplätze «stark gemacht» habe. Und GC-CEO Urs Linsi ergänzte: «Auch wir nehmen Ideen unserer Fans auf.» Nach gut einer halben Stunde marschierte die «Südkurve» ab, ohne Erklärungen für Aktien zu unterzeichnen. Das übernahmen 500 andere Fans: Dabei kamen rund 65 000 Franken Kapital zusammen.

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