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Sirenentest
03. Februar 2010 14:27; Akt: 03.02.2010 14:38 Print
Wenn der Staudamm bricht
Das Heulen der Sirenen beim jährlichen schweizweiten Probealarm lässt einem einen leichten Schauer über den Rücken laufen. Was wäre in der Stadt Zürich los, wenn der Sihlseestaudamm tatsächlich bräche?
Sei es durch eine Naturkatastrophe oder einen Terroranschlag, wenn die Talsperren des Sihlsees brechen, fliessen die Wassermassen durch das Sihltal Richtung Stadt Zürich. Die Flutwelle würde die Stadtgrenze in 1 Stunde und 25 Minuten erreichen. Weitere 25 Minuten später stünde der Paradeplatz im Stadtzentrum unter Wasser. 2 Stunden 50 Minuten nach dem Bruch der Talsperre hätten die Fluten die Stadtgrenze bei Altstetten erreicht, wie es in einem Merkblatt der Stadt Zürich heisst.
Die besonders gefährdeten Gebiete sind rot schraffiert, die Pfeile zeigen die Fluchtwege auf. (Quelle: stadt-zuerich.ch)
Teile der Stadt Zürich könnten bis zu acht Meter unter Wasser gesetzt werden. In der meistgefährdeten Zone würden Gebäude durch Unterspülung der Fundamente oder durch den Aufprall schwimmender Trümmer einstürzen. Die Überflutung würde voraussichtlich vier bis fünf Stunden dauern.
Gefährdete Stadtteile sofort verlassen
Im Ernstfall wird sofort nach der Zerstörung der Talsperren des Sihlsees der Sirenenalarm ausgelöst. Und zwar handelt es sich dabei um den «Allgemeinen Alarm», ein regelmässig auf- und absteigender Ton, der eine Minute dauert und nach zwei Minuten Unterbruch wiederholt wird.
Die Bevölkerung der besonders gefährdeten Gebiete entlang der Sihl müssen sich sofort in höher gelegene Stadtteile wie Richtung Uetliberg oder Zürichberg flüchten. Die Bewohner in den angrenzenden Quartieren begeben sich bei Alarm in die oberen Stockwerke, mindestens acht Meter hoch.
(whr)


























