ZÜRICH

15. Februar 2009 22:35; Akt: 15.02.2009 22:11 Print

Schwule Polizisten organisieren sichSchwule Polizisten organisieren sich

von Christian Iten - Polizisten fällt es mitunter schwer, sich im Korps als schwul oder lesbisch zu outen. Der Verein PinkCop will dies nun ändern.

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Wegen Schliessungen von Darkrooms und Grosskontrollen in Schwulenclubs hat der Ruf der Stadtpolizei Zürich in der Schwulenszene arg gelitten. Dabei gibt es auch homosexuelle Polizistinnen und Polizisten. Schweizweit rund 60 davon – die meisten aus Zürich – haben sich im Verein PinkCop organisiert. Einige Heteros sind aus Solidarität dabei. Das Ziel: den persönlichen Austausch fördern. «Es gibt sicher Kollegen, die sich nicht outen, weil sie Angst haben, nicht mehr akzeptiert oder anders angesehen zu werden», sagt PinkCop-Präsident Peter Sahli.

Stapo-Sprecher Michael Wirz ist offiziell nicht bekannt, dass geoutete homosexuelle Polizisten bei der Stadtpolizei diskriminiert wurden: «Im Zürcher Korps ist die Gleichstellung aller Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung ein wichtiger Grundsatz.»

Trotzdem wollen die PinkCops die Akzeptanz von Schwulen und Lesben bei der Polizei, aber auch in der Gesellschaft allgemein fördern. «Homosexualität soll in der Grundausbildung von Polizistinnen und Polizisten thematisiert werden, wie dies zum Beispiel bei der Stadtpolizei Zürich der Fall ist», erklärt Sahli. Die PinkCops sammeln auch Erfahrungen im Ausland. «Wir sind in engem Austausch mit anderen homosexuellen Polizeivereinen in Europa», sagt Petrik Thomann, Vizepräsident von PinkCop.