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14. November 2008 13:31; Akt: 14.11.2008 13:36 Print
9,8 Millionen für Zoo-Ausbau
Der Zoo Zürich hat grosse Ausbaupläne. Zwischen 2010 und 2020 will er neue Anlagen für gegen 117 Millionen Franken erstellen. Der Stadtrat beantragt nun dem Parlament einen Investitionsbeitrag von 9,8 Millionen.
Eine ganze Reihe an Ausbauprojekten stehen im Zoo an, etwa eine neue Elefantenanlage, ein Schmetterlingshaus, eine zusätzliche Pinguinanlage, eine Vergrösserung der Anlagen für Gorillas und Orang Utans sowie die Erstellung einer Afrikanischen Savanne. Diese und die Elefantenanlage entstehen im heutigen Erweiterungsgelände im unteren Klosterfeld.
Bereits bis 2012 will der Zoo die neue Elefantenanlage für 36,4 Millionen Franken fertigstellen, wie der Stadtrat in seiner Weisung an den Gemeinderat ausführt. Die Anlage wird rund sechsmal so gross wie die heutige, die Anzahl Tiere bleibt ungefähr auf dem heutigen Stand.
Im Jahr darauf entsteht dann im heutigen Elefantenhaus ein Schmetterlingshaus, in dem auch australische Papageien - Loris - leben. Wie es in der Weisung heisst, ist vorgesehen, dass Besucherinnen und Besucher die Loris unter Aufsicht füttern dürfen. Für das Schmetterlingshaus sind Gesamtkosten von 3,9 Millionen veranschlagt.
Bis 2015 soll der heutige Eingangsbereich verändert werden. Die Flamingoanlage wird verlegt. An ihrer Stelle wird eine Anlage für eine dritte Pinguinart eingerichtet. Für Anlage und Umgestaltung des Eingangs sind 4,4 Millionen Franken vorgesehen.
Eine Sanierung und Erweiterung der Primatenanlage soll bis 2018 folgen und 13 Millionen Franken kosten. Im heutigen Menschenaffenhaus werden unter anderem die Aussenanlagen für Gorillas und Orang Utans grösser und vielfältiger gestaltet.
Grossprojekt «Afrikanische Savanne»
Ein grosser Wurf wird die «Afrikanische Savanne». Ab etwa 2020 leben dort Giraffen, Zebras, Breitmaulnashörner, mehrere Antilopenarten, Hyänenhunde und verschiedene Reptilien zusammen. Die 46,6 Millionen Franken teure Anlage befindet sich zur Zeit noch in der Phase der Projektstudie.
Neben den neuen Anlagen stehen verschiedene Sanierungen an, etwa eine Erneuerung der Energiezentrale und des Exotariums, wie es in der Weisung heisst.
Bewährter Finanzierungsschlüssel
Aufgrund eines seit 1945 bestehenden Finanzierungsschlüssels tragen Stadt und Kanton jeweils hälftig die Investitionskosten für Zoo-Infrastrukturanlagen. Bewilligt der Gemeinderat die 9,8 Millionen, so geschieht das unter dem Vorbehalt, dass auch der Kantonsrat die gleiche Summe freigibt.
Total kommen von Stadt und Kanton also 19,6 Millionen Franken für die zwischen 2010 und 2020 geplanten Ausbauten, deren Gesamtkosten auf 116,6 Millionen Franken geschätzt werden. Der Zoo selbst trägt rund 100 Millionen davon, die er über Spenden, Donatoren und dergleichen zusammenzubringen hofft.
Eine entsprechende Kostenaufteilung galt schon für frühere Ausbaustufen. Von 1994 bis heute hat der Zoo Projekte für über 175 Millionen Franken realisiert - oder ist an deren Realisiserung. Davon trug die öffentliche Hand 50 Millionen.
(sda)

























