Sechseläuten

20. April 2009 17:59; Akt: 20.04.2009 19:09 Print

Alle Zeichen stehen auf SommerAlle Zeichen stehen auf Sommer

12:45 Minuten hat es gemäss TeleZüri gedauert, bis der Böög seinen Kopf verloren hat. Das verspricht einen passablen Sommer.

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Im Vorjahr war der entscheidende Petardenknall erst nach gut 26 Minuten ertönt, weil der Böögg völlig durchnässt war. Am besten war die Vorhersagekraft des Böögg im Jahrhundertsommer 2003. Die Schweiz zählte damals sagenhafte 73 Sommertage (Temperaturen über 25 Grad Celsius). Der Böögg legte damals eine Rekordzeit hin: Am 28. April 2003 explodierte der Kopf des künstlichen Schneemanns nach nur 5 Minuten und 42 Sekunden. Es war mit Abstand das kürzeste Ende des Böögg in den letzten zehn Jahren.

Böögg überlebt durchschnittlich 13 Minuten

Der Volksmund besagt: Je schneller der Böögg explodiert, desto wärmer wird der Sommer. Meteorologen zweifeln allerdings erheblich an der Qualität der Böögg-Langfristprognose.

Oft bewahrheitete sich die Vorhersage überhaupt nicht - so etwa 1974, als der Böögg nach 5 Minuten und 7 Sekunden explodierte. Was folgte, war einer der kühlsten Sommer der letzten 50 Jahre. In den letzten zehn Jahren hatte die Schneemann-Figur im Durchschnitt 13 Minuten und 42 Sekunden ausgeharrt.

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(Video: TeleZüri)

Schaffhauser Regierungspräsidentin hatte auf besseren Sommer gewettet

Der zehn Meter hohe Holzstoss des Bööggs wurde von der Schaffhauser Regierungspräsidentin Rosmarie Widmer Gysel in Brand gesetzt, die als Vertreterin des Gastkantons Schaffhausen samt allen ihren Regierungskollegen nach Zürich gereist war. Sie hatte die Brenndauer bis zum Ende des Bööggs in der Live-Übertragung des Schweizer Fernsehens auf 6:37 Minuten geschätzt.

Prominenz am Umzug

Am Zug der Zünfte, der dem Bööggen-Spektakel vorausging, säumten bei freundlichem, sonnigem Frühlingswetter Zehntausende von Schaulustigen die Strassen der Zürcher Innenstadt. Wie üblich waren zahlreiche Prominente aus Politik und Wirtschaft, Justiz und Armee, Bildung und Kultur mit von der Partie. Viel Blumen und Applaus erhielten Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, alt SVP-Bundesrat Christoph Blocher, SVP-Präsident Toni Brunner, der scheidende Zürcher SP-Stadtpräsident Elmar Ledergerber und der Fussballtrainer Gilbert Gress.

Zu sehen waren auch Gerold Bührer, der Präsident des Wirtschaftsdachverbandes economiesuisse, Eugen Haltiner, der Präsident der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma, Philipp Hildebrand, der designierte Präsident der Schweizerische Nationalbank, Nestle-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck-Letmathe, der Bahntechnikindustrielle Peter Spuhler und SBB-Chef Andreas Meyer. Der Rennwagenkonstrukteur und frühere Formel-1-Rennstallbesitzer Peter Sauber liess es sich nicht nehmen, mit der Reiterei der Zunft Riesbach zum 50. Mal um den brennenden Böögg zu reiten. Zugegen waren traditionsgemäss auch viele Zunftabordnungen aus dem In- und Ausland.

(rub/AP/SDA)