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Tierbabys
28. April 2009 12:41; Akt: 28.04.2009 12:56 Print
Ameisenbären-Nachwuchs im Zoo Zürich
Gleich zwei junge Grosse Ameisenbären sind im Zoo Zürich zu bewundern. Sie sitzen auf dem Rücken ihrer Mütter oder schlafen, zugedeckt vom mütterlichen Schwanz.
Das erste Ameisenbär-Baby kam am 21. März als Junges von Estella zur Welt, das zweite exakt einen Monat später, am 21. April. Seine Mutter ist Pepita, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Der Vater der beiden heisst Domingo.
Nach Ameisenbärenart kletterten die Neugeborenen sofort an Mutters Hinterbein empor und krallten sich in ihrem Rückenfell gleich überm Schwanzansatz fest.
Und dort bleiben sie nun erstmal. Ist die Mutter aktiv, reiten die Kleinen Huckepack mit, perfekt getarnt durch ihre Farbe, die praktisch identisch ist mit jener der Mutter, wie Kurator Robert Zingg auf Anfrage sagte.
Schläft die Mutter - und das tun Ameisenbären ausgiebig - schlummert auch das Kleine, sorgfältig zugedeckt von Mamas buschigem, vorhangartigem Schwanz.
Die Jungtiere sind von der Nasen- bis zur Schwanzspitze rund 35 Zentimeter lang, wie Zingg sagte. Noch sei nicht klar, welches Geschlecht sie haben. Ihre Namen werden aber jedenfalls mit J beginnen, da der Zoo in einem «J»-Jahr ist.
Nur noch nötige Massnahmen
Als im Zoo Zürich 2002 das schweizweit erste Ameisenbärbaby zur Welt kam, reagierten die Zooverantwortlichen ganz besonders vorsichtig. Mehrere Tage durften keine Besucher zu Mutter und Kind, und auch der Vater des Kleinen wurde über längere Zeit weggesperrt.
Inzwischen ergreift man Massnahmen laut Zingg bloss, wenn nötig. So habe etwa die eine Mutter nervös auf Putzlärm reagiert - also stellte man das Putzen ein. Und Vater Domingo sei zwar im Moment in einem separaten Abteil. Sobald aber das Wetter bessere und die Tiere ins Freie gelassen würden, dürfe er mit dabei sein. Erfahrungsgemäss kümmere er sich ohnehin nicht um seinen Nachwuchs.
Grosse Ameisenbären stammen aus Südamerika. Ihren Namen haben sie von ihrer Leibspeise her. Mit ihrem langgezogenen, röhrenförmigen Gesicht, dem riesigen Schwanz und den mächtigen Klauen sind sie recht skurrile Erscheinungen.
(sda)

























