ZÜRICH

26. Januar 2009 22:29; Akt: 26.01.2009 23:20 Print

Aufregung um ausgesetzte TiereAufregung um ausgesetzte Tiere

von Regina Ryser - Immer wieder werden in der Masoala-Halle des Zürcher Zoos Tiere entdeckt, die nicht vom Zoo stammen. Tierhalter setzen dort Exoten aus, die sie nicht mehr wollen.

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Statt ihr Haustier ins Heim zu bringen, schmuggeln einzelne Tierhalter ihre unerwünschten Schützlinge in den Zoo Zürich: Erst kürzlich entdeckte das Personal einen Leguan, der im Zoo herumirrte. «Am häufigsten finden wir ausgesetzte Tiere in der Masoala-Halle», sagt Zoo-Direktor Alex Rübel. Die werde wohl gewählt, weil sie leicht zugänglich sei – und es dort immer schön warm ist. Eine Vogelspinne, eine Griechische Landschildkröte, eine Wüstenspringmaus, ein Agapornid (Papagei) sowie mehrere Wasserschildkröten wurden seit dem Bestehen der Masoala-Halle dort ausgesetzt.

Lange können die Neuankömmlinge die neue Umgebung jedoch nicht geniessen. Rübel: «Entdecken wir sie, werden sie sofort entfernt. Sie könnten von anderen Tieren getötet werden oder Krankheiten einschleppen.»

Dies könnte dazu führen, dass man die Halle im schlimmsten Fall mehrere Wochen schliessen müsste. Nur Tiere, die bereits im Zoo leben, dürfen laut Rübel bleiben, die anderen versucht man weiterzuvermitteln.

Um zu verhindern, dass Tiere in den Zoo geschmuggelt werden, wurden die Mitarbeiter entsprechend geschult. Auch Überwachungskameras sind installiert. Rübel: «Primär dienen sie aber dazu, die Zoo-Tiere zu überwachen.»