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Killergames im Dada-Haus
13. April 2010 23:15; Akt: 13.04.2010 22:29 Print
Bundesrat Merz ballert wild um sich
von David Torcasso - Im Zürcher Dada-Haus ist nächste Woche eine Killergame-Installation zu sehen. Eine Figur im Game ist ein herumballernder Bundesrat Merz.
Mitten in Bagdad steht Bundesrat Hans-Rudolf Merz, bewaffnet mit einer Maschinenpistole, und schiesst wild um sich. Schwer bewaffnet nehmen auch George W. Bush, Osama Bin Laden oder Maggie Thatcher am Kampfgeschehen teil.
Eine Szene aus dem Killergame: Der Maschinenpistolen-Schütze im Vordergrund ist Hans-Rudolf Merz.
Trifft im Spiel auf Merz: Terror-Fürst Bin Laden.
Diese martialischen Szenen können ab dem nächsten Mittwoch (21.4.) in einer Installation im Cabaret Voltaire erlebt werden: Auf einem Velo sitzend kann der Besucher als Game-Spielfigur mit oder gegen den Schweizer Finanzminister um die Häuser Bagdads kämpfen. Das Spiel ist angelehnt an das bekannte Ballergame «Grand Theft Auto». «Auf diese Weise möchten wir das Thema Killergames direkt zum Bürger bringen», sagt Philipp Meier, Co-Direktor des Cabarets Voltaire. Viele hätten zu Killerspielen eine Meinung, ohne je eines gespielt zu haben. «Bundesrat Merz passt gut als Figur, weil er sich gern als Kämpfer für eine heile Welt gibt.»
Wenig Freude hat man beim Eidgenössischen Finanzdepartement über den Auftritt von Merz: «Wir nehmen das zur Kenntnis, wollen es aber nicht weiter kommentieren», sagt Sprecher Roland Meier. Beim Migros-Kulturprozent, das die Installation mitfinanziert, gibt man sich gelassen: «Diese Installation ist eine ironische Auseinandersetzung mit Killergames», sagt Dominik Landwehr, Leiter Pop und neue Medien. SVP-Fraktionschef Mauro Tuena dagegen ist empört: «Dieser Blödsinn hat doch nichts mehr mit Dadaismus zu tun.» Die gewonnene Abstimmung vor zwei Jahren über die Finanzierung des Dada-Hauses mit Steuergeldern dürfe nicht als «Freipass für jeden primitiven Seich» verstanden werden.
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Alle 9 Kommentare





























Es geht hier nicht ums Töten.
Es ist eine bitter-ironische Persiflage auf politische Schlammschlachten, die weltweit lustvoll von Gewaltinhabern geführt werden. Der Unterschied zwischen diesen Schlachten und der obigen Video-Installation ist aber, dass bei der letzteren nur Bits und Bytes gesprengt werden. Und keine Menschenleben am Spiel stehen, wie tagtäglich auf dem Sch(l)ach(t)brett der Politiker Förderung? Absolut notwendig. Cabaret Voltaire hat seit den frühsten Dada-Zeiten immer kritischen Blick gegenüber dem Weltgeschehen gehabt. Aufgabe der Kunst ist zu hinterfragen statt einzulullen
billig...
eher billig (sie muessen wirklich hinschreiben, wers sein soll), und es ist gar nicht richtig Dada (weil noch zu viel offensichtliche Bedeutung dahintersteckt). Das beste daran ist der Remix von Gary Numans "Cars", das ja auch in GTA:VC vorkommt. Fazit: Eine preiswerte Moeglichkeit, auf die Titelseite des 20Min zu kommen. Gamer wissen, dass man fuer GTA und viele andere grosse Spiele gute Editoren existieren, mit denen man mit relativ geringem Aufwand so etwas hinbringt. Hier hat zum Beispiel jemand Duke Nukem, eine Figur aus einem komplett anderen Spiel, nachmodelliert fuer GTA: htt
Steuerzahler?
Bezahlt das der stadtzürcher Bürger? Dann find ichs super :-D