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In Hauswand
12. September 2010 19:47; Akt: 12.09.2010 22:42 Print
Bus donnert frontal in Zürcher Wohnhaus
Ein Bus der VBZ-Linie 31 schaffte in der Schöneggstrasse eine Kurve nicht und prallte mit voller Wucht in ein Haus. 13 Insassen wurden zum Teil schwer verletzt, das Haus wurde geräumt.
«Ich war gerade beim Abwasch, als ich einen dumpfen Knall hörte. Sofort stürmte ich zum Fenster und sah unten einen Bus im Haus verkeilt», berichtet ein Anwohner aus dem dritten Stock. Direkt unter seiner Wohnung prallte am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr ein Bus der Linie 31 mit voller Wucht in ein Schaufenster des Wohnhauses an der Zürcher Schöneggstrasse Nummer 10. «Ich hörte, wie ein paar Mädchen schrien und weinten. Der Buschauffeur blutete im Gesicht, eine Frau lag reglos am Boden», erzählt der Anwohner.
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Mit dem Schrecken davongekommen sind die zahlreichen Gäste des Restaurants Piccolo Giardino. Der Bus donnerte unmittelbar an dem Lokal vorbei, überquerte die Mittellinie und blieb schliesslich nach einem Aufprall in der Fassade des Hauses stecken. «Wir hatten enormes Glück, dass der Bus nicht in die Gartenwirtschaft fuhr», erklärt ein geschockter Augenzeuge.
Der Crash mitten in der Stadt Zürich im belebten Kreis 4 forderte nach Angaben eines Sprechers der Stadtpolizei 13 Verletzte. Elf davon mussten ins Spital gebracht werden. Zwei Personen, darunter der 50-jährige Chauffeur, wurden mittelschwer verletzt, neun weitere Insassen des Busses erlitten leichte Verletzungen wie Prellungen und Quetschungen. Zwei Passagiere konnten ambulant behandelt werden.
Weshalb der Busfahrer die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor, ist noch unklar. Die Unfallursache werde nun durch die Staatsanwaltschaft Zürich und den unfalltechnischen Dienst abgeklärt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Franken.
Beim Aufprall wurden nicht nur die Passagiere herumgeschleudert, auch das Haus an der Schöneggstrasse wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Haus nicht mehr sicher?
Der Bus fuhr direkt in den Rand eines Schaufensters. Es sei gut möglich, dass die Sicherheit des Hauses nun nicht mehr gewährleistet sei, sagte der Sprecher weiter. Damit der Bus gefahrlos aus dem Haus gezogen werden könne, seien Stützen an dem Gebäude angebracht worden. Ein Statiker sehe sich den Schaden an.
Die Bewohner des Hauses mussten ihre Wohnungen sofort verlassen und wussten bis am späten Sonntagabend noch nicht, ob sie die Nacht zuhause oder woanders verbringen mussten. Wegen des Unfalles blieben die Schöneggstrasse und die Feldstrasse während rund sieben Stunden gesperrt.
(voi/20 Minuten/sda)



























