Ende der Clubmeile

08. Februar 2012 22:53; Akt: 08.02.2012 20:47 Print

Cabaret und Club müssen Läden weichenCabaret und Club müssen Läden weichen

von Roman Hodel - Ende April 2013 ist definitiv Schluss mit Partys in den Zürcher Clubs Supermarket und Cabaret. Der Eigentümer plant in den bestehenden Gebäuden Ladenlokale.

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Schluss: Ende April 2013 wird im Cabaret und Supermarket zum letzten Mal getanzt. (Bild: Reto Oeschger)

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Das Ende der Clubmeile beim Bahnhof Hardbrücke ist zwar schon länger besiegelt – doch weil die Zukunft des Areals immer noch ungewiss ist, werden die Mietverträge laufend verlängert. Nun ist aber Schluss – zumindest für zwei Lokale: Ende April 2013 wird im Supermarket und Cabaret zum letzten Mal getanzt. «Für uns ist es okay so», sagt Markus Ott, Mitbetreiber des Cabarets, und schiebt schmunzelnd nach: «Die besten Clubs existieren eh nur ein paar Jahre.» Bedauerlich sei jedoch, dass mit der Geroldstrasse bald das letzte Areal für Club-Subkultur verschwinde.

Der Eigentümer des Grundstücks Cabaret/Supermarket, der nicht namentlich genannt werden will, plant in den bestehenden Gebäuden Ladenlokale – quasi als Fortsetzung der Viaduktbögen-Geschäfte. «Das ist die logische Entwicklung für das Quartier», sagte er zu Tages-Anzeiger.ch. Aber auch diese Lösung wäre nur temporär: Nach wie vor gilt das Areal neben dem Sihlquai als möglicher Standort fürs neue Kongresszentrum. «Der Stadtrat hat noch keinen Entscheid gefällt», so Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements.

Dies könne man erst, wenn sich die Stadt mit den drei Geroldareal-Eigentümern geeinigt habe. Man sei am Verhandeln. Eine Zeitprognose wagt Spinner nicht. Von den Ladenplänen nicht betroffen sind der Helsinki-Club, das Rosso oder auch das Hive. «Unser Vertrag läuft bis auf weiteres», sagt etwa Hive-Chef Nicola Schneider.

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