Aarau

21. Dezember 2009 11:40; Akt: 21.12.2009 11:53 Print

Demo vor Aargauer PolizeikommandoDemo vor Aargauer Polizeikommando

Rund zehn Personen aus der linksautonomen Szene haben am Samstag in Aarau vor dem Polizeikommando Aargau demonstriert.

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Die unbewilligte Kundgebung steht offenbar im Zusammenhang mit zwei jungen Schweizern, die wegen Brandstiftungen in Untersuchungshaft sitzen. Die Personalien der Teilnehmer der Kundgebung seien kontrolliert worden, sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, am Montag zu einem Bericht des Lokalsenders Tele M1. Gegen einige Personen seien formelle Wegweisungen verfügt worden. Bei der Kundgebung sei versucht worden, eine Fackel anzuzünden.

Bereits am 5. Dezember hatte eine Gruppe von rund 30 Linksautonomen versucht, in Aarau eine unbewilligte Kundgebung abzuhalten. Die Polizei kontrollierte die Personen, die mit dem Zug eingetroffen waren. Später kam es in der Altstadt an verschiedenen Orten zu Sachbeschädigungen. Die Polizei nahm rund 20 Personen vorübergehend fest und verzeigte sie wegen Landfriedensbruchs. Sie stellte pyrotechnische Gegenstände und Vermummungsmaterial sowie ein Transparent sicher.

Acht Autos in Brand gesetzt

Hintergrund der unbewilligten Kundgebungen ist offenbar die Festnahme von zwei 20-jährigen Schweizern aus Aarau. Sie sitzen seit dem 14. November auf Verfügung des Bezirksamtes Aarau in Untersuchungshaft.

Ihnen wird vorgeworfen, seit Mai vor allem im Stadtquartier Zelgli insgesamt acht Autos in Brand gesetzt zu haben. Bei zwei Bränden bestand gemäss Kantonspolizei Gefahr für Leib und Leben. Das Feuer drohte, auf Gebäude überzugreifen.

(sda)