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Gerichtsfall
22. Dezember 2009 12:24; Akt: 22.12.2009 13:27 Print
Diebe versilbern McDonalds-Abfallkübel
von Attila Szenogrady - Eine Aargauer Diebesbande hat bei diversen McDonalds-Restaurants gezielt die teueren Abfallcontainer aus Chromstahl entwendet und damit viel Geld gemacht.
Die Bilanz der professionell organisierten Diebesbande war eindrücklich. Zwischen dem 16. Februar und 3. April 2007 verübten die fünf Angehörigen der Volksgruppe der Roma nicht weniger als 15 Metalldiebstähle im grossen Stil. Unter dem Deckmantel einer Aargauer Metallfirma schlugen sie jeweils in den frühen Morgenstunden zu und verkauften die Beute kurz darauf einem Alteisenhändler in Oensingen.
Die Diebe hatten es vor allem auf die teueren Abfallcontainer bei McDonalds-Restaurants abgesehen. Da die Gegenstände aus teuerem Chromstahl bestehen, machten die Täter ein kleines Vermögen. Die Polizei ging jedenfalls von einem nachgewiesenen Deliktsbetrag von mindestens 160 000 Franken aus.
In flagranti erwischt
Tatorte waren Lenzburg, Zofingen, Spreitenbach, Egerkingen, Oftringen oder Zuchwil. Die Bande war aber auch im Kanton Zürich sehr aktiv. Dort hatten die McDonalds-Filialen in Schlieren, Rümlang, Regensdorf und Volketswil das Nachsehen.
Die Täter flogen auf, als sie in Glattbrugg auf dem Areal einer Metallfirma in flagranti von der Polizei erwischt wurden.
Haupttäter muss ins Gefängnis
Kürzlich musste sich der heute 24-jährige Rädelsführer der Organisation vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Der serbische Staatsangehörige wehrte sich gegen eine zweijährige Freiheitsstrafe des Bezirksgerichts Zürich. Neben ihm sass ein überführter Mitläufer (30) auf der Anklagebank.
In seinem am Dienstag eröffneten Urteil haben die Oberrichter die Berufungsanträge der Verteidiger zurückgewiesen. Auch den Antrag des Haupttäters, der eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten verlangte hatte.
Er wurde wie schon bei der Vorinstanz wegen bandenmässigen Diebstahls zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. Zehn Monate davon soll er absitzen. Zudem soll er zwei Vorstrafen von weiteren 51 Tagen Gefängnis verbüssen. Wesentlich besser kam der zweite Langfinger davon. Da ihm die Anklage bloss drei Diebstähle nachweisen konnte, erhielt er eine bedingt Geldstrafe von 184 Tagessätzen zu 30 Franken. Beide Männer sollen sich seit der Diebesserie ruhig verhalten haben. Ihnen wurden die Kosten für das Berufungsverfahren von 6000 Franken je zur Hälfte auferlegt.

























