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Nach Krawallen
07. Oktober 2011 15:20; Akt: 07.10.2011 18:20 Print
GC verlangt Spielabbruch bei Pyro-Einsatz
Der Grasshopper Club Zürich und die Stadt Zürich verlangen Nulltoleranz bei Pyro. Ein entsprechender Antrag wurde an die Liga gerichtet. Das Begehren stösst vorwiegend auf Ablehnung.

In Zukunft das Ende des Spiels: GC, FCZ und die Stadt Zürich verlangen beim Abfeuern von Pyro, Rauch- oder Knallpetarden einen sofortigen Spielabbruch.
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Die Schande von Zürich
Der Grasshopper Club Zürich zieht die Konsequenzen aus den Krawallen im Derby gegen den FC Zürich: GC und Stadtrat Gerold Lauber seien sich einig, dass Spiele abgebrochen werden sollten, wenn Pyros und Ähnliches im Stadion abgebrannt werden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. «Im Grundsatz bekennt sich auch Ancillo Canepa, Präsident FCZ, zur Nulltoleranz beim Abbrennen von Pyros», heisst es weiter.
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GC hat der Swiss Football League (SFL) bereits einen entsprechenden Antrag eingereicht, der eine sofortige Anpassung des Reglements für den Spielbetrieb in diesem Sinn verlangt. Alle SFL-Clubs haben gemäss der Mitteilung eine Kopie dieses Antrags erhalten. Künftig sollen beim Abbrennnen von Pyros, Knallpetarden oder Rauchbomben Fussballspiele sofort durch den Schiedsrichter abgepfiffen werden können.
FCZ-Sprecher Giovanni Marti präzisierte gegenüber der «SDA», der FC Zürich sei grundsätzlich mit einer konsequenten Haltung gegen Pyros einverstanden. Die genaue Ausgestaltung einer Reglementsänderung müsse aber gut durchdacht werden, damit sie nicht missbraucht werden könne.
Die Liga glaubt nicht an die Umsetzbarkeit
Bei der Swiss Football League stösst der GC-Antrag auf wenig Begeisterung. «Wir halten nicht viel davon. Wir glauben nicht, dass dieses Vorgehen umgesetzt werden kann», sagt Kommunikationschef Roger Müller gegenüber 20 Minuten Online. Er kenne das Begehren nicht im Detail, «aber was wir bisher gehört haben, sehen wir es nicht als umsetzbaren Antrag.» Müller weist darauf hin, dass ein solches Vorgehen dem Missbrauch Tür und Tor öffnen würde. «Jeder Gast könnte ein Spiel zum Abbruch bringen. Es gibt sogar Untersuchungen, die belegen, dass es Leute gibt, die sich in Gästesektoren setzen. Sie können mutwillig einen Spielabbruch erzwingen.» Verhindern liesse sich dies nicht, da es Tageskassen in den Stadien gebe.
Einen weiteren Kontrapunkt, den der SFL-Kommunikationschef aufführt, sind die langwierigen Disziplinaruntersuchungen, die die Spielabbrüche mit sich bringen würden, bis klar sei, wer einen Punkteabzug oder gar einen Forfait-Sieg erhalte. «Wenn wir das weiterdenken, könnte es soweit kommen, dass man am Ende einer Saison nicht weiss, wer Meister wird. Die Meisterschaft könnte sogar am grünen Tisch entschieden werden.» Die Swiss Football League werde sich aber den Antrag noch im Detail anschauen. Müller: «Wir sind gespannt auf die Umsetzungsvorschläge, die GC in einem solchen Antrag eigentlich schildern müsste.»
Der FC Luzern und der FC Basel wollten sich zum Antrag der Grasshoppers nicht äussern. Bei den Young Boys war am Freitagnachmittag niemand für eine Stellungsnahme erreichbar. Dafür befürwortete der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause den Zürcher Vorstoss: «Ich war immer für einen Spielabbruch, wenn Pyros abgebrannt werden.» An sich gehe es um ein Problem, das man sehr schnell in den Griff kriegen könnte. «Bereits heute könnte die Liga ihre Schiedsrichter anweisen, in welchen Fällen sie ein Spiel abbrechen sollen», so Nause weiter. Da diese Sache in der Kompetenz der Liga liege, nütze es allerdings nichts, wenn die Stadt Bern mit YB diesbezüglich eine Vereinbarung aushandle.
«Dann ist der Schiedsrichter der Dumme»
Sollte der Nulltoleranz-Antrag tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden, so wären es die Schiedsrichter, die im Fall von Pyro-Zündungen die Notbremse ziehen und Spiele abbrechen müssten. Luigi Ponte, der Chef der Schweizer Schiedsrichter, nimmt kein Blatt vor den Mund: «Wie soll das umgesetzt werden? Dann kann ja einfach jedes Team bei Rückstand seinen Fans sagen: 'Zieht euch ein gegnerisches Trikot an und zündete eine Fackel an'.» Wenn diese Regel durchkomme, dann werde kein Match mehr zu Ende gespielt. Ponte: «Wir Schiedsrichter sind die 'arme Sieche'. Man stelle sich vor, Lausanne führt gegen Genf 4:0 und dann schiesst ein Lausanner eine Petarde. Muss dann abgebrochen werden? Das kann ja auch ein Genf-Fan im gegnerischen Trikot sein!»
Der Schiri-Boss ist allerdings nicht grundsätzlich gegen Massnahmen. «Man muss reagieren, aber Schnellschüsse, die nichts bringen, sind nicht die Lösung», so Ponte. Er wisse nicht, wie diese Regel umgesetzt werden soll. «Und was geschieht, wenn beide Teams Petarden abfeuern? Dann ist Chaos da und der Schiedsrichter der Dumme.» Die Unparteiischen würden seiner Meinung nach unter dieser Regel am meisten leiden.
Auch auf Fanseite sieht man dem Vorstoss mit gemischten Gefühlen entgegen. «Es ist ein sehr heikles Thema, denn dadurch bekommen die Fans eine Art Macht», sagt Christian Wenger, Präsident des FCZ-Fanklubs 1896, dessen Mitglieder vor allem in den 90er-Jahren in der Südkurve aktiv waren, heute aber eher auf der Tribüne anzufinden sind. Er sei nicht gegen Pyros, solange sie kontrolliert abgefeuert werden, so Wenger weiter. «Aber nun ist der Bogen überspannt. Die Gutmütigkeit der Klubs wurde zu lange ausgenutzt.»
Bauliche Sofortmassnahmen werden nicht kommuniziert
Die Stadt Zürich teilte in ihrem Communiqué vom Freitag zudem mit, dass im Hinblick auf das Spiel des FC Zürich gegen den FC Basel am 23. Oktober im Letzigrund provisorische bauliche Massnahmen getroffen werden. «Aus sicherheitstaktischen Gründen wird über weitere Massnahmen in diesem Bereich nicht kommuniziert», heisst es in der Mitteilung. In der Winterpause würden dann definitive Massnahmen ausgeführt. Diese geplanten Sicherheitsvorkehrungen sind im Gegensatz zu den Sofortmassnahmen bekannt: Die Zäune zwischen den Sektoren werden erhöht, zudem sollen Gitter in Zukunft ein Betreten der Rundbahn verhindern. Im Bereich des Eingangs werden mannshohe Drehkreuze montiert.
Wiederbelebung der Gamma-Datenbank wird geprüft
Die beiden Zürcher Vereine GC und FCZ kündigen ausserdem ein härteres Vorgehen an: Sie wollen «verschärft Stadionverbote» aussprechen. Insbesondere soll dies für vermummte Fans gelten. In die Hausordnung soll dementsprechend auch ein Vermumungsverbot aufgenommen werden. «Schliesslich», heisst es in der Mitteilung vom Freitag, «soll geprüft werden, ob die Gamma-Datenbank wiedereingeführt werden soll.» Ihr Zweck während einer Testphase im Jahr 2010, gewaltbereite Personen frühzeitig zu erfassen, noch bevor sie eine Straftat begangen haben. Insgesamt elf Fachpersonen hatten Zugriff auf die Datenbank. Doch das Stadtparlament lehnte im Juni den Antrag des Stadtrates auf eine Verlängerung des Versuchs mit 75 zu 38 Stimmen ab.
(amc/mon/vof/mdr)
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Alle 97 Kommentare





























Guter Vorsatz, unbedingt sofort umsetzen
Ds wäre das einzig richtige. Dazu beiden Clubs je 10 Punkte abziehen und die Krawallbrüder im Internet mit vollem Namen und unzensuriertem Bild veröffentlichen. So wird der Sport wieder friedlich und nicht zur Terrorbühne von linken Chaoten. Das gleich müsste bei allen Demos mit vermummten Chaoten passieren, sofort Bilder und Namen veröffentlichen.
SLV Abstrafen
Vielleicht müssten auch mal die Leute beim SLV die Augen öffen. Solche Antworten von SLV "Sie glauben woll nicht, es wird weniger Gewalt geben". Der SLV ist einfach unkorperativ jetzt soll die Politik durchgreifen, und die SLV soll kuschen oder die Staatsbeiträge werden gestrichen.
danke fczfans
vielen dank, dass die fcz-fans jetzt zum zweiten mal pyros als waffen benutzen mussten. ihr macht alles kaputt. schaut euch mal die basler fans an. die sind sicher auch nicht die unschuldigsten, aber sie haben noch nie eine pyro als waffe benutzt denn es liegt ihnen zuviel daran. der fcb akzeptiert pyros und sie werden von ihren fans kontrolliert gezündet. das sollte ein vorbild für die zürcher sein!