Unvorsichtig

27. Juni 2010 11:20; Akt: 27.06.2010 20:51 Print

Von Feuerwerk verletzt – 16-Jähriger im KomaVon Feuerwerk verletzt – 16-Jähriger im Koma

von Andrea Schmits/Lorenz Hanselmann - Drama am Dorffest in Niederhasli: Ein Feuerwerkskörper hat einen 16-Jährigen schwer verletzt. Offenbar wurden beim Zünden wichtige Sicherheitsvorschriften missachtet.

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(Bild: Markus Heinzer/newspictures)

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Eine Viertelstunde hätte am Samstagabend das grosse ­Feuerwerk am Dorffest in Niederhasli dauern sollen. Doch zehn Minuten nachdem es elektrisch ferngezündet worden war, ging es vorzeitig zu Ende. Der 49-jährige Feuerwerker, laut Gemeindepräsident Marko Kurer «ein Profi mit Referenzen», entschied deshalb, die verbliebenen Feuerwerkskörper manuell zu zünden. Aus noch unbekannten Gründen wurde dabei sein 16-jähriger Sohn, der sich in der Nähe aufgehalten hatte, von einem Feuerwerkskörper im Gesicht getroffen. Die Kantonspolizei bezeichnet seinen Zustand als kritisch, gemäss Rolf Hostettler, OK-Präsident des Dorffestes, liegt der Junge im Koma. Der Unfall hat Hostettler «stark aufgewühlt». Er sagt: «Hoffentlich ist der Junge bald wieder auf den Beinen. Ausserdem will ich exakt wissen, was da passiert ist.»

Das Feuerwerk geliefert ­hatte die Bugano AG, eine bekannte Feuerwerksfirma aus dem Kanton Luzern. Der ­Feuerwerker ist freischaffend. Dass er die Feuerwerkskiste manuell nachzündete, ist für Bugano-Chef Toni Bussmann nicht nachvollziehbar: «Das ist nicht gestattet. Er hätte das Feuerwerk abbrechen müssen.» Auch dass der Junge im Gesicht getroffen wurde, wirft für ihn Fragen auf: «Wenn die Kisten intakt sind, gehen die Raketen gerade in den Himmel», sagt Bussmann.