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Zürich
23. Februar 2010 23:10; Akt: 24.02.2010 07:27 Print
Kälte macht Züge zu Schüttelbechern
von Regina Ryser - Der kalte Winter hat bei den S-Bahn-Zügen von Siemens Spuren hinterlassen: Die Luftfederung litt unter den tiefen Temperaturen. Deshalb schüttelt und rüttelt es wieder im Zug.

Wieviele Siemens-Züge betroffen sind, wissen die SBB noch nicht. (Aebi)
Wer mit der S-Bahn auf den Linien 7, 8 oder 15 im Kanton Zürich unterwegs ist, spürt seit kurzem ein Schütteln. «Bei einzelnen Siemens-Wagen gibt es Probleme mit der Luftfederung», bestätigt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage. Deshalb sei die Fahrt in manchen Waggons «weniger sanft» als gewohnt. Schuld daran ist der kälteste Januar seit über 20 Jahren: «Wegen der Eiseskälte hat das Material so stark gelitten, dass Luft aus der Federung entwich – sie musste ausgeschaltet werden», erklärt Pallecchi.
Wieviele der 61 Zugkompositionen betroffen sind, könne er nicht sagen: «Waggons mit defekter Federung bringen wir schnellstmöglich in unser Werk zur Reperatur.» Um den Fahrkomfort zu garantieren, ersetzen die SBB bis im Sommer bei allen Zugkompositionen von Siemens die Luftfederung. Finanzielle Folgen hat der Defekt keine – die Arbeiten an den seit 2005 ausgelieferten Zügen fallen noch unter Garantie.
Die Federung der Siemens-Züge bereitet den SBB nicht zum ersten Mal Probleme: Im Oktober 2008 machten die S-Bahnen als «Schüttelbecher» Schlagzeilen (20 Minuten berichtete). Damals hatte sich die Federung schneller als erwartet abgenutzt und die Fahrgäste wurden heftig durchgeschüttelt.

























