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Wahlplakat
02. Februar 2010 22:57; Akt: 02.02.2010 22:43 Print
Kantonsrat posiert mit nacktem Hintern
von Roman Hodel - Um Stimmen für die Wahl ins Zürcher Stadtparlament zu holen, präsentieren sich die Jungen Grünen füdliblutt. Es ist nicht das erste Mal.
«Die Umwelt geht uns nicht am Arsch vorbei!», heisst es auf einem Wahlplakat der Jungen Grünen, das jetzt im HB und in ganz Zürich-Nord hängt. Darauf posiert ein durchtrainierter, nackter Mann – es ist Kantonsrat Matthias Kestenholz (27). «Wir wollen damit junge Erwachsene motivieren, am 7. März das Stadtparlament wählen zu gehen», sagt Kestenholz. «Politik wird nicht nur von alten Herren mit Bierbäuchen gemacht, wie unser Plakat beweist.» Für dieses habe er sich freiwillig zur Verfügung gestellt. «Wobei es Überwindung brauchte und sicher nicht zu meinen liebsten Beschäftigungen im Dienste der Politik gehört», so Kestenholz.
Das Wahlplakat der Jungen Grünen hängt unter anderem im Zürcher Hauptbahnhof. Matthias Kestenholz (kleines Bild).
1160 wollen ins Parlament
Fast zehn Personen rangeln bei den kommenden Wahlen der Stadt Zürich um jeden der 125 Gemeinderatssitze. Insgesamt sind es 1160 Kandidierende, wie die Stadtkanzlei gestern mitteilte. Elf Parteien reichten der Stadtkanzlei in jedem Wahlkreis elf gültige Listen ein – insgesamt 99. Darunter sind 452 Frauen (39 Prozent) zwischen 19 und 90 Jahren. Bei den 708 Männern ist der jüngste Kandidat ebenfalls 19-jährig, der älteste «erst» 83.
Trotzdem lassen die Jungen Grünen ihre Hüllen offensichtlich gerne fallen: 2008 hatte sich Nationalrat Bastien Girod zusammen mit weiteren Parteimitgliedern vor der Urania-Wache nackt ausgezogen. Sie protestierten gegen die «Nackt-Kontrollen» der Stadtpolizei. Girod sagt zur jüngsten Aktion: «Wenn man dadurch auf seine politischen Anliegen aufmerksam machen kann, ist das doch gelungen.» Allerdings müsse man aufpassen, dass nackte Körper nicht inflationär eingesetzt würden.
Das ist laut Politologin Regula Stämpfli schon passiert: «Ein nackter Hintern mobilisiert heute keine zusätzlichen Wähler mehr.» Das Plakat sei langweilig und uninspiriert. Stämpfli: «Aber man redet darüber, somit ist ein Werbeeffekt erreicht.»
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Alle 8 Kommentare




























Wohin mit der Rose?
Die jungen Grünen lassen keine Gelegenheit aus um sich dem Wähler nackt zu präsentieren. Dabei ist doch ihre verfehlte Politik schon der nackte Wahnsinn. Lustig wäre doch auch noch z.B. eine Rose an der richtigen Stelle plaziert...
Ich wähle keine Grüne
Langweiliges Plakat.Aber was sagt es über den Politiker aus?Freud sollte sich darüber seine Gedanken machen.
Auch wenn ich das Plakat gut finde
werde ich trotzdem ausschliesslich SVP wählen. Unsere Politiker brauchen endliche einen Denkzettel. Wer weiss, vielleicht machen es die SVPler gar nicht mal so schlecht, wie ja immer hysterisch behauptet wird.
junge Grüne
nichts gegen einen knackigen A..... aber macht ein knackigen Hintern auch eine gute Politik???