«Die eine Sekunde»

29. November 2011 22:49; Akt: 29.11.2011 23:30 Print

Kapo drehte eigenen «Actionfilm»Kapo drehte eigenen «Actionfilm»

von Marco Lüssi - Die peinlichen Werbespots sind Geschichte: Ein 14-minütiger, aufwändig produzierter Actionstreifen der Kantonspolizei Zürich soll helfen, neue Polizisten zu rekrutieren. Es wird dick aufgetragen.

Die eine Sekunde - Der Film der Kantonspolizei Zürich. Quelle: youtube
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Fünf Geschichten aus dem Polizeialltag, gewürzt mit viel Action: Dies zeigt ein aufwändiger neuer Film, den die Kapo über ihre Arbeit drehte. Der Streifen soll bei der Nachwuchssuche helfen.

Nach vielen erfolglosen Observationen von Tankstellenshops erwischt ein Fahnder den brutalen Serienräuber in flagranti und verhaftet ihn nach einem Schusswechsel. Die Suche nach einem Vermissten endet mit einem Happy End, als Beamte ihn lebend in einem Waldstück finden. Eine Polizistin stellt fest, dass der Verdacht eines Lehrers berechtigt ist, dass es sich beim Mann, der einem Schüler regelmässig bei den Hausaufgaben hilft, um einen Pädophilen handelt.

Diese und weitere Episoden erzählt der knapp 200 000 Franken teure, 14 Minuten lange neue Imagefilm der Kapo. Das Werk stelle die Polizeiarbeit authentisch dar, alles beruhe auf wahren Ereignissen, sagt Kapo-Informationschef Marcel Strebel. «Mit dem Film richten wir uns an alle, die mehr über die Kapo erfahren wollen – vor allem aber an junge, motivierte Menschen, die sich für die Polizeiausbildung interessieren.» Noch 2008 erntete die Kapo für ihre betont dynamischen TV-Spots viel Spott. Mit dem neuen Streifen habe sie sich klar verbessert, findet Filmkritiker Mohan Mani. Zwar werde – ganz im Stil der Soaps deutscher Privatsender – etwas dick aufgetragen. «Doch dieser Film ist nicht mehr peinlich wie frühere Produktionen der Polizei.»

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  • Peter Maz am 01.12.2011 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Spannend?

    Wie spannend wäre wohl der Job auf dem Steueramt der Gemeinde in den Augen des Regisseurs?

  • Nuredin am 01.12.2011 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    haha...klar doch

    Der Krankenwagen war schon da, bevor der Motorradfahrer aufgeprallt ist, obwohl ich muss sagen, er ist auch sehr lange geflogen :) Und dann diese süsse Szene mit den Gipfeli und Äpfeli aufm Tisch :). In wahren Geschichten, isst die Polizei zuerst alle Äpfel und Gipfeli, trinkt gemütlich das Käffchen und dann macht sie sich auf den Weg. Der Spot ist unrealistisch und langweilig zugleich. Da hilft auch der ehemalige "alles was zählt" Schauspieler nicht ;)

  • Bruno am 01.12.2011 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schönfärberei

    Als Off-Sprecher hätten sie auch den Maloney von DRS3 nehmen können! Der Film ist gut gemacht und der Polizeiberuf sicher auch sehr abwechslungsreich, aber das ist doch recht schönfärberisch dargestellt. Wo bleiben die Besoffenen und Junkies, welche die Beamten anpöbeln und vollkotzen, wo bleiben die Demo-Einsätze, bei denen man sich alles gefallen muss? Die Verkehrskontrollen mit pöbelnden Rasern? Kleindealer, die verhaftet werden und am nächsten Tag schon wieder an der Ecke Drogen verhökern? Schlägereien, bei denen man ausrücken muss? Und und und!