Trotz Verbot

25. Mai 2009 22:33; Akt: 26.05.2009 09:15 Print

Langstrasse wird zum StrassenstrichLangstrasse wird zum Strassenstrich

von David Torcasso - Trotz Verbot werben Prostituierte auf dem Trottoir der Zürcher Langstrasse aktiv um Freier. Dies ist gemäss städtischem Strichplan verboten.

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Neuerdings werben Prostituierte nicht mehr nur in Kontaktbars, sondern auch direkt an der Langstras­se um Freier. «Seit Anfang Jahr stellen wir eine starke Zunahme von Prostituierten an der Langstrasse und in den Seitenstrassen wie Diener- oder Brauerstrasse fest», sagt Stapo-Sprecher Marco Bisa. Diese versucht die ­Strassenprostitution mit mehr Personenkontrollen zu bekämpfen. Die Verzeigungen haben zugenommen: «Allein in den letzten Wochen kam es zu ein paar dutzend Anzeigen wegen unzulässiger Ausübung der Prostitution», so Bisa. Auch Rolf Vieli vom Projekt Langstrasse Plus beobachtet das Phänomen: Die Prostituierten würden wie am Sihlquai vorwiegend aus Ungarn stammen und Freier «sehr aggressiv» anwerben.

Doch nicht nur die Frauen, sondern auch deren Zuhälter sind den Anwohnern ein Dorn im Auge: «Es haben sich Besitzer von Boulevardcafés bei mir gemeldet», sagt Vieli. Die Zuhälter würden sich rüpelhaft verhalten und für Unruhe sorgen, so Vieli. «Je mehr Frauen um Freier buhlen, desto mehr machen sie das ausserhalb des erlaubten Gebietes», heisst es bei der Frauen-Anlaufstelle Isla Victoria.