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Zürcher Stadtpräsidentin
05. April 2009 10:54; Akt: 05.04.2009 11:01 Print
Mauch hat viele Pläne
Die vor einer Woche gewählte Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch will künftig betonen, dass Zürich nur zusammen mit den anderen Schweizer Regionen stark sei. Sie will damit dem Anti-Zürich-Reflex entgegenwirken.
Sie sei sich dieses Reflexes gar nicht so bewusst gewesen, sagt Mauch in einem Gespräch mit der «SonntagsZeitung». Aber vor allem Westschweizer Journalisten hätten sie eines Besseren belehrert.
(Bild: Keystone)
Zwar verstehe sie sich als Vertreterin einer schönen, wirtschaftlich starken und dynamischen Stadt und werde diese Attribute auch herausstreichen. Sie wolle aber auch mehr betonen, «dass Zürich Teil eines Gesamtgefüges ist».
Auf die energiepolitischen Ziele der Stadt angesprochen, erklärte Mauch ihre Absicht, mit der amtierenden Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli, die der Newcomerin Mauch bei der Stadtpräsidiumswahl unterlegen war, zu diskutieren, wie sich Denkmal- und Umweltschutz am besten vereinen liessen.
Konkret geht es dabei beispielsweise um die Installation von Sonnenkollektoren an historischen Gebäuden. Die Zürcher Stadtbevölkerung hat sich in einer Volksabstimmung dafür ausgesprochen, den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft einzuschlagen.
Auch in die Verwaltungsstrukturen will die neu gewählte «Stapi» frischen Wind bringen. Eines ihrer Ziele sei es, auch Kaderleuten - Männern wie Frauen - mehr Möglichkeiten für Jobsharing und Teilzeitarbeit zu bieten. Damit will sie die Gleichstellung der Geschlechter fördern.
Bremsen bei etablierter Kultur
In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» unterstreicht die 48- Jährige ihre Absicht, die Kulturausgaben grundsätzlich zu erhöhen. Auch wenn «die fetten Jahre» vorbei seien, dürfe das Kulturangebot nicht gefährdet werden.
Sollte es die städtische Finanzsituation erfordern, müsste der Ausbau langsamer erfolgen. Bremsen möchte Mauch dann eher bei der etablierten Kultur, die in den letzten Jahren eher profitiert habe.
(sda)



























