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Schande von Zürich
05. Oktober 2011 09:24; Akt: 05.10.2011 14:40 Print
Nur noch Spiele mit Bewilligungen
Die Ausschreitungen während des Derbys GC-FCZ sorgen für rote Köpfe. Die Polizeidirektoren wollen hart durchgreifen, die Liga wiegelt ab. Massnahmen möchten beide, doch man ist sich nicht einig.
«Jedes solche Ereignis ist eines zu viel», stellt Roger Müller von der Swiss Football League fest. Im nächsten Atemzug relativiert der Mediensprecher das Geschehene dann aber sofort wieder: Im Moment seien die Fan-Probleme äusserst gegenwärtig. «Dabei ist so etwas wie am Sonntag sehr, sehr selten.»
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In der Vergangenheit habe sehr viel Ruhe in den Stadien geherrscht. Die Auseinandersetzungen hätten sich jeweils draussen abgespielt. «Abgesehen vom Zünden von Petarden gab es keine Probleme», sagt Mediensprecher Roger Müller. Ob man jetzt aufgrund des Vorfalls ganz hart durchgreifen müsse, werde man prüfen. Es brauche vor allem Massnahmen, die umsetzbar seien. «Die ID-Pflicht etwa haben wir bereits einmal eingeführt, was die Situation rund um das Stadion erheblich verschlechtert hat», so Müller.
Leibesvisitationen und Alkoholverbote
Im Gegensatz zur Liga hat die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen- und direktoren (KKJPD) die Nase voll von den Vorfällen. Beat Villiger, KKJPD-Vorstandsmitglied und Regierungsrat Kanton Zug, sagt zu 20 Minuten Online: «Das, was in Zürich geschehen ist, ist absolut schockierend. Man muss sich schon fragen, wer da welche Fehler macht, dass so etwas möglich ist.» Vielleicht habe so etwas passieren müssen, damit man endlich merke, wie «lasch» mit dem Problem zum Teil umgegangen werde.
Die KKJPD werde im November an der Herbstversammlung eine Verschärfung des Konkordates betreffend Massnahmen gegen Gewalt im Sport vorschlagen. Die Verschärfung sieht vor, dass Super-League- und NLA-Spiele in Zukunft nur noch mit einer Bewilligung durchgeführt werden können. So könnten die Kantone je nach Risiko des Spiels Auflagen machen, die von härteren Eingangskontrollen bis hin zu Leibesvisitationen, Alkoholverboten oder gar zusätzlichen baulichen Massnahmen am Stadion reichen.
«Die Politik muss Regeln aufstellen»
«Die Klubs müssen sich meiner Meinung nach stärker an den Polizeikosten beteiligen», so Villiger weiter. Im Kanton Zug zum Beispiel müsse in Zukunft der EVZ 60 Prozent der Sicherheitskosten übernehmen. Die Clubs hätten dadurch ein grösseres Interesse, mit geeigneten Massnahmen die Kosten intern und extern zu senken.
Für Villiger bringt Reden alleine nichts. Der «Runde Tisch» habe gezeigt, dass man nur mit Gesprächen nicht weiterkommt. «Die Politik muss Regeln aufstellen und ist auch gewillt dazu.»
Nur Massnahmen, die nützen
Dazu kann die Liga nur den Kopf schütteln. Die geforderte Bewilligungspflicht existiere in einigen Städten bereits. Das heisse, dass viele dieser Massnahmen bereits verordnet werden können. «Passiert ist das bisher aber noch kaum je.»
Aus Sicht des Fussballverbandes wollen die Polizeidirektoren mit diesen Massnahmen vor allem Kosten auf die Klubs abwälzen. Diese seien auch bereit zu zahlen. «Wenn es aber Massnahmen sind, die einfach nur mehr kosten und nichts nützen, dann sinkt die Bereitschaft», so Müller.
Polizei im Stadion
Gemäss dem Mediensprecher wünscht sich die Liga auch konkrete Massnahmen: So hätte man gern Polizeipräsenz im Stadion. Das würde bedeuten, dass sich vieles besser koordinieren liesse. «Bis jetzt greift die Arbeit der privaten Sicherheitsleute und der Polizei noch nicht genügend ineinander über.»
Zudem soll es ein Schnellgericht nach St. Galler Vorbild geben. Nicht überall seien aber die Voraussetzungen für eine schnelle Identifikation der Täter gegeben. «Dafür muss die Videoüberwachung in den Stadien verbessert werden», so Müller.
Der Zürcher Stadtrat Gerold Lauber äussert sich am Tag danach zu den Letzi-Krawallen:
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Hier spazieren FCZ-Anhänger in den GC-Sektor:
(ann/feb)
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Alle 724 Kommentare






























Unterschiede!!
Hi... etwas muss man klar machen: es gibt die normalen Fans, dann gibts die Hooligans, das sind die die sich nach dem Spiel treffen und sich verprügeln (ohne Waffen), dann gibts die Ultras das sind die mit den Fahnen und Pyros aber die würden nie eine Pyro schiessen und zum Schluss gibts noch dei Krawallmacher die intressiert Fussball gar nichts, die werfen Pyros, prügeln im Stadion, provozieren u.s.w.
ID-PFLICHT..!
hallo... Was hier in der Schweiz als Idee gesehn wird ist in Italien schon pflicht! Ich bin Juve-Fan und war vor ne woche Juve-Milan schauen und für das musste ich mein Pass-Daten od ID abgeben nur so krigst ein Ticket und es steht auch dort draf dein Name! egal od fan oder nicht jeder muss seine daten abgeben nur so kommst rein.. Und Fahnen gehören zum Spiel..!
Italien
Musst gerade nichts sagen : in italien fliegen Pyros nur so rum
Information
bitte unterscheidet Hooligans und Ultras. Ihr schreibt alle so viele kommentare ohne zu wissen was da überhaupt los war. Die Fackel/Petarde die der junge Mann schoss wird nur ein paar hundert grad heiss und nicht tausende..wenn ihr was zu melden habt, dan geht euch zuerst bitte richtig informieren. als hier eine aufe grosse klappe machen!