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ZVV
04. Februar 2009 11:41; Akt: 04.02.2009 13:50 Print
S-Bahn: Pünktlich - Info mangelhaft
Trotz gestiegener Fahrgastzahlen hat die SBB im letzten Jahr bei der Pünktlichkeit der S-Bahn-Züge gut abgeschnitten. Traten aber Störungen auf, war die Information der Passagiere mangelhaft.
Die SBB muss dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) für das Jahr 2008 einen Malus von 79 000 Franken zahlen (Vorjahr 69 000 Franken). Grund ist die ungenügende Information der Fahrgäste bei Störungen. Die Pünktlichkeit war dagegen besser als vereinbart.
Bezüglich Sauberkeit resultierte weder ein Bonus noch ein Malus, wie SBB und ZVV am Mittwoch mitteilten. Die Bahnhöfe waren genügend sauber, bei den Zügen wurde der Wert dagegen nicht ganz erreicht. Als Konsequenz daraus legten die SBB im laufenden Jahr zusätzlich ein besonderes Augenmerk auf die Graffiti-Bekämpfung in den Zügen.
Handlungsbedarf gebe es bei der Information im Störungsfall, heisst es in der Mitteilung. Bei der neusten Kundebefragung des ZVV von 2007/2008 hätten die SBB bloss 59 statt der geforderten 74 Punkte erreicht.
Die SBB haben im letzten Jahr Massnahmen zur Verbesserung der Fahrgastinformation eingeleitet. Diese hätten jedoch noch nicht das erwünschte Resultat gezeigt.
Im laufenden Jahr starte deshalb die breite Einführung der Echtzeitinformation in den S-Bahnen. Auf Monitoren in den Fahrzeugen erhalten die S-Bahn-Fahrgäste Angaben zu Anschlüssen, allfälligen Verspätungen und zu Abfahrtsgleisen.
Pünktlicher als gefordert
Gut abgeschnitten hat die SBB bei der Pünktlichkeit der S-Bahn- Züge. Trotz erneut gestiegener Fahrgastzahlen seien 118 von 132 möglichen Punkten erreicht worden. Gefordert waren 107 Punkte.
Bewertet werden die zwölf S-Bahn-Linien des Kernnetzes. Pünktlich bedeutet gemäss Vereinbarung, wenn 95 Prozent aller Züge einer Linie in einer Richtung in den Hauptverkehrszeiten ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung erreichen.
SBB und ZVV führten das Bonus-/Malus-System 2006 ein, um die Qualität zu steigern. Der maximal mögliche Bonus oder Malus beträgt rund vier Millionen Franken.
(sda)

























