Zürich

07. August 2009 09:25; Akt: 07.08.2009 09:37 Print

Sterbehilfe kommt vors VolkSterbehilfe kommt vors Volk

Der Sterbetourismus wird im Kanton Zürich zum Abstimmungsthema. Wie die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) am Freitag mitteilte, sind ihre beiden Initiativen gegen Suizidhilfe zustande gekommen.

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Die Initiative «Nein zum Sterbetourismus» wurde gemäss Angaben der Partei von 9216 Stimmberechtigten unterzeichnet. Sie verlangt, dass Suizidhilfe an Personen ohne mindestens einjährigen Wohnsitz im Kanton Zürich verboten wird.

Mit der zweiten Initiative «Stopp der Suizidhilfe» soll sich der Kanton über eine Standesinitiative dafür einsetzen, dass im Schweizerischen Strafgesetz jede Art von Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord verboten wird. Das Begehren sei von insgesamt 8736 Personen unterschrieben worden, teilte die EDU weiter mit.

Initiativen im Mai lanciert

Die Zwillingsinitiativen waren Ende Mai lanciert worden. Für beide Begehren seien je über 7800 Unterschriften auf ihre Gültigkeit überprüft worden, heisst es in der Mitteilung. Für das Zustandekommen sind 6000 gültige Unterschriften innerhalb von sechs Monaten nötig.

Über die beiden Initiativen muss der Kantonsrat entscheiden. Er kann diese mit der Empfehlung auf Ablehnung oder Zustimmung dem Volk zur Abstimmung unterbreiten oder Gegenvorschläge ausarbeiten.

(sda)