Hightech-Tafeln

13. August 2010 15:13; Akt: 13.08.2010 16:10 Print

Winterthur rüstet Klassenzimmer aufWinterthur rüstet Klassenzimmer auf

Winterhur sagt den klassischen Wandtafeln Adieu und rüstet die Klassenzimmer zielgruppengerecht mit einer grossen Portion Hightech auf.

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Die Winterthurer Oberstufenschüler lernen künftig mit Hightech-Unterstützung. (Bild: Stadt Winterthur)

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Die Winterthurer Oberstufenschüler müssen künftig keine Wandtafeln mehr putzen. Nach den Sommerferien werden in den 181 Klassenzimmern der Oberstufe keine Kreide, Schwämme und Wandtafeln mehr zu finden sein - dafür interaktive Hightech-Tafeln.

Die elektronischen Tafeln wurden während der Sommerferien montiert und fassen eine Schulzimmereinrichtung mit schwarzer Tafel, Hellraumprojektor, DVD-Player, Kartensatz und Moltonwänden in einem Gerät zusammen.

Statt mit einer Kreide stehen die Lehrerinnen und Lehrer künftig mit einem batteriebetriebenen Stift vor der Klasse. Diesem Stift können sie verschiedene Rollen zuweisen: Er kann als normaler Stift verwendet werden, als Filzstift, Farbstift oder als Radiergummi.

Sobald der Lehrer auf die weisse Projektionsfläche «schreibt», erkennt das System die Bewegung des Stifts und bildet die Schrift oder Zeichnung ab.

Wandtafel zum Abspeichern

Vollgeschriebene Tafeln können bei Schulschluss entweder gelöscht oder im PDF-Format abgespeichert und an einem anderen Tag wiederverwendet werden. Für das Abbilden von Arbeitsblättern oder Vorlagen schliesst der Lehrer jeweils seinen Computer am Gerät an. Das Ganze soll den Lehrkräften ihre Arbeit erleichtern.

Wie Schulvorsteher Stefan Fritschi am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, wurden für die interaktiven Wandtafeln insgesamt rund 990 000 Franken eingesetzt.

Die Ausrüstung für ein einzelnes Zimmer kostet rund 4300 Franken - in etwa gleich viel wie die Einzelgeräte und Unterrichtsmittel, welche sie zusammenfassen.

Stadt Zürich: «Vorerst kein Thema»

In der Stadt Zürich ist die Anschaffung solcher Geräte «vorerst kein Thema», wie Marc Caprez, Sprecher des städtischen Schul- und Sportdepartmentes, auf Anfrage der SDA sagte.

Für den Bau des Schulhauses Leutschenbach habe die Stadt zwar einige solche Geräte evaluiert. «Wir waren aber bei keinem so überzeugt, dass wir es gleich hätten anschaffen wollen.»

Der vorläufige Verzicht sei aber nicht zuletzt auch eine Kostenfrage. In der Stadt Zürich gibt es rund 300 Oberstufen- Klassenzimmer. «Diese alle so auszurüsten, wäre im Moment ein zu grosser Budgetposten für unsere Stadt.» Man werde die Erfahrungen in Winterthur aber genau mitverfolgen. In ein paar Jahren könne Zürich vielleicht davon profitieren.

(sda)