Abstimmung

07. März 2010 16:21; Akt: 26.09.2010 11:30 Print

Winterthur zapft Wind in der Nordsee anWinterthur zapft Wind in der Nordsee an

Die Stadt Winterthur kann 4,5 Millionen Franken in ein norddeutsches Windenergie-Projekt inverstieren. Die Stimmberechtigten haben die Abstimmungsvorlage «Ocean Breeze» mit 18 188 zu 12 547 Stimmen angenommen.

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Wunterthur investiert in grüne Energie in Deutschland. So der Entscheid vom Sonntag. Die Stimmbeteiligung betrug 49,53 Prozent. Der Anteil Ja-Stimmen 59,2 Prozent. Die Windfarm liegt rund 90 Kilometer von der Insel Borkum entfernt. «Ocean Breeze», wie das Projekt genannt wird, befindet sich bereits im Bau und soll im Herbst diesen Jahres in Betrieb genommen werden.

Aufgestellt werden 80 Windturbinen mit einer Leistung von 400 Megawatt, was 400 000 Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgen kann. Das nun am Sonntag bewilligte Geld der Stadt Winterthur entspricht einer Turbinenleistung von 2 Megawatt.

Sobald der Strom fliesst, wird Winterthur 23 Rappen für jede Kilowattstunde erhalten, die ins deutsche Netz eingespiesen wird. Das Geld stammt aus der Einspeisevergütung, mit welcher der deutsche Staat die Windenergie fördert.

Stadtrat Gfeller: «Das erste von mehreren Projekten»

Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) zeigte sich erfreut über das deutliche Abstimmungsergebnis. Er verwies darauf, dass die Beteiligung am Windenergiepark erst das erste von mehreren Projekten sei, welches er als Vorsteher der Stadtwerke im Bereich der alternativen Energien umzusetzen gedenke.

Er könne sich vorstellen, dass künftig für solche Projekte ein Rahmenkredit geschaffen werde, aus welchem dann Beteiligungen wie jene von 'Ocean Breeze' schneller und unkomplizierter unterstützt werden könnten, sagte Gfeller auf Anfrage der SDA.

FDP und SVP waren dagegen

Der Grosse Gemeinderat hatte der Beteiligung im Oktober 2009 zugestimmt. FDP und SVP hatten das Referendum ergriffen, weil sie lieber in lokale Projekte investieren wollten.

Sie kritisierten zudem, dass es sich bei «Ocean Breeze» um eine reine Finanzanlage handelt. Suspekt erschien den beiden Parteien ausserdem die versprochene Rendite in der Höhe von 8 Prozent.

(sda)