Sportarena in Zürich

02. Februar 2012 11:05; Akt: 02.02.2012 13:53 Print

ZSC und Volero unter einem DachZSC und Volero unter einem Dach

Die ZSC Lions und Volero Zürich machen gemeinsame Sache. Für den Eishockey-Club entsteht eine 12 000-Zuschauer Arena, für die Volleyballerinnen eine für 3000 Zuschauer.

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Das Modell der Arena «Untere Isleren» in Zürich-Altstetten. (Bild: Keystone)

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Der Eishockeyclub ZSC Lions und der Volleyballclub Volero Zürich ziehen unter ein gemeinsames Dach in Zürich- Altstetten. Eröffnet werden soll die Sportarena in der Saison 2017/ 18. Am 17. Februar startet der internationale Architekturwettbewerb.

In Fussdistanz vom Bahnhof Zürich-Altstetten entsteht eine Eishockey-Arena für 12 000 Zuschauerinnen und Zuschauer und gleich daneben, unter gemeinsamem Dach, eine Volleyball-Arena mit 3000 Plätzen, wie der Zürcher Stadtrat am Donnerstag mitteilte. Besitzer und Bauherren sind die beiden Clubs. Die Stadt Zürich stellt ihnen das Land im Baurecht zur Verfügung.

Vorgesehen ist eine Nutzfläche von 29 000 Quadratmetern für den ZSC Lions und von 8400 Quadratmetern für Volero Zürich. Ergänzt wird das Angebot durch ein Stadion-Restaurant und ein Hockey-Pub. Unter der Arena soll eine Tiefgarage mit 300-400 Parkplätzen entstehen.

Die Investitionskosten belaufen sich auf schätzungsweise 193 Millionen Franken (einschliesslich 9 Millionen Reserven, aber ohne Mehrwertsteuer). Die Clubs bringen 44 Millionen Franken ein. Die Stadt gewährt maximal 149 Millionen als Darlehen zu Selbstkosten.

Gemeinsame Zukunft gesichert

Die gemeinsame Sportarena sichere den beiden renommierten Clubs die Zukunft, sagte Schul- und Sport-Vorstand Gerold Lauber vor den Medien. Beide betrieben nicht nur Spitzensport auf internationalem Niveau, sondern machten sich auch ausserordentlich verdient um die Nachwuchsförderung.

Heute muss der ZSC seine Trainings in Hallen überall im Kanton abhalten. Für Spiele ist er auf das Hallenstadion angewiesen. Dort kommt es aber häufig zu Terminkollisionen. Für Volero Zürich ermöglicht das Zusammenspannen mit dem ZSC nach Jahren der vergeblichen Bemühungen nun eine eigene Arena.

Diese soll auch für andere Sportevents genutzt werden können, so Vollenwyder, nicht aber für sportfremde Anlässe - abgesehen etwa von den Vereins-GV der Besitzer. Konzerte und dergleichen werde es also nicht geben. Derlei lege der Baurechtsvertrag fest.

Familiengärten müssen zügeln

Das Areal der künftigen Sportarena liegt in der Freihaltezone. Derzeit gibt es dort noch Familiengärten. Die Stadt stellt den Pächtern laut Hochbauvorsteher André Odermatt ein anderes Areal in Altstetten zur Verfügung, das sie noch vor Baubeginn beziehen können.

Für die neue Sport-Nutzung muss das Gemeindeparlament die jetzige Freihaltezone umzonen. Gegen den Gemeinderatsbeschluss könnte das Referendum ergriffen werden, was eine Volksabstimmung nötig machen würde und die ganze Sache verzögern könnte.

Nötig sind zudem Änderungen des kantonalen und des regionalen Richtplans und die Erstellung eines Gestaltungsplans. Läuft alles nach Wunsch der Sportvereine und des Stadtrates, wird im Laufe des Jahres 2015 die Baubewilligung erteilt. Dann könnten Ende 2015 die Bauarbeiten starten.

(sda)

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  • Christian Müller am 05.02.2012 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    Analog Fussball ... ?

    Wie sich vielleicht noch einige erinnern war Zürich die erste Stadt die von einem neuen Fussballstadion sprach. Noch vor Basel, Bern, Genf etc. Überall stehen nun die neuen Arenen nur nicht in Zürich! Werde mich zwar über ein neues Hokeystadion freuen ... wenn es dann in einigen jahrzehnten mal steht. Halte Zürich jedoch inzwischen für unfähig solche Projekte zu verwirklichen. Lasse mich jedoch gern positiv überraschen.

  • Oliver Wullschleger am 02.02.2012 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bezahlt wirklich?

    ... und woher kommt das Geld? Die Frage sei erlaubt, ob der russische Einfluss bei Voléro nun auch auf den ZSC übergeht. Mir ist es schleierhaft, wie man mit Volleyball in der Schweiz so viel verdienen kann, dass nach Bezahlung der Miete des Büros, des Restarants, den Löhnen des Personals und Spielerinnen, den Nebenkosten etc. und grosszügigem Umbau der "Voléro-Kantine" am Max-Bill-Platz noch etwas übrig bleiben soll. Ich würde mich darüber freuen, jedoch ist der Schattenwurf von Xamax noch immer da und somit die berechtigte Skespis.

  • toine us züri am 02.02.2012 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Superstandort

    hier kann man wirklich nichts verschandeln!