Ausgelehrt

08. Januar 2012 22:59; Akt: 08.01.2012 22:46 Print

Zwingend Berufsverbot für pädophile LehrerZwingend Berufsverbot für pädophile Lehrer

von Raffaela Moresi - Nulltoleranz bei sexuellem Missbrauch von Kindern: Im Kanton Zürich erhalten verurteilte pädophile Lehrer neu zwingend ein Berufsverbot – weitere Kantone wollen nachziehen.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Egal, ob sie Internetpornografie konsumierten oder Schüler unsittlich berührten: Bei Lehrern, die wegen eines Verstosses gegen die sexuelle Integrität von Kindern bestraft werden, greift der Kanton Zürich neu knallhart durch. Seit Anfang Januar gilt ein Gesetzesparagraf, nach dem verurteilte Pädagogen mit einem schweizweiten Berufsverbot belegt werden – ohne Wenn und Aber. «Die neue Regelung macht unsere Arbeit einfacher», sagt Martin Wendelspiess, Leiter des kantonalen Volksschulamtes in der Zeitung «Sonntag». «Der Entzug des Lehrerdiploms ist zwingend. Da gibt es keine Diskussion.» Der betreffende Lehrer könne so auch nicht einfach an einen anderen Ort wechseln und dort weiter unterrichten. Bei der Lehrerschaft ist die Gesetzesänderung laut Lilo Lätzsch, Präsidentin des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, «absolut unumstritten». Natürlich bestehe die Gefahr, dass jemand ungerechtfertigt angeschwärzt werde. «Doch das Berufsverbot tritt schliesslich erst in Kraft, wenn auch eine Verurteilung vorliegt.»

Die Zürcher Nulltoleranz-Politik dürfte Schule machen: «Wir haben unser neues System anderen Kantonen vorgestellt», so Wendelspiess. «Verschiedene Kantone waren sehr interessiert.» In Basel-Stadt etwa soll noch dieses Jahr eine entsprechende Rechtsgrundlage geschaffen werden.

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Mani Denker am 09.01.2012 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Krankhaft...

    Fast ganz Europa hat das Schutzalter auf 14 Jahren und gem. Strassburg gilt auch ein sexuelles Selbstbestimmungsrecht für ab die 14 jährigen. Z.Bspl. halb Deutschland, Italien, Tschechien, Spanien usw. sässe im Knast wenn diese Länder Schweizergesetze hätten und nun kommt ein Generalberufsverbot für Pädophile, die meistens gar nicht straffällig werden. Aber ach ja nein, wir haben ja eine Kuscheljustiz...

    • Artus am 09.01.2012 19:37 Report Diesen Beitrag melden

      Wo ist da die Logik und wer ist da krank

      Es geht nicht um ein Generalsberufsverbot - bitte Artikel mal besser lesen! Es geht drum, dass derartige Typen in Berufen, wo sie mit Minderjährigen zu tun haben, nichts zu suchen haben! Ob sie straffällig werden oder nicht, hängt doch nur davon ab, ob sie erwischt werden oder nicht!!!Was um Himmels willen hat das mit Kuscheljustiz zu tun???

    • Tommy am 10.01.2012 16:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Mani

      Ach die armen Pädophilen! Hier geht es erstens um *straffällige* Pädophile (siehe erster Satz des Artikels) und zweitens ist das Wohl von Kindern verdammt noch mal wichtiger als das von Pädophilen!! Mit dem Schutzalter 14 habe ich persönlich auch kein Problem (frage mich immer wieder bei den ganzen Sexskandalen mit 17 1/2 jährigen Frauen wo das Problem ist). Vor allem bei noch jüngeren ist es problematisch. Wenn hier irgendwas krankhaft ist, dann dass es bisher kein Berufsverbot für vorbestrafte Pädophile gab!

    einklappen einklappen
  • Schev am 09.01.2012 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich...!

    Wurde auch Zeit... Warum sowas, so lange dauern musste, ist echt nicht zu verstehen.

  • Erika Nydegger am 09.01.2012 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich...

    ...ein Sieg für den gesunden Menschenverstand.