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27. Februar 2010 23:20; Akt: 27.02.2010 23:23 Print
Bykow: «Lasst uns die Guillotine herausholen»
Mit Galgenhumor hat der russische Eishockey-Nationalcoach Slawa Bykow auf die Kritik in den heimischen Medien nach dem blamablen Viertelfinal-Aus gegen Gastgeber Kanada (3:7) reagiert.
«Lasst uns die Guillotine oder die Galgen herausholen. Wir haben 35 Leute im Kader. Lasst uns sie alle auf dem Roten Platz einen Kopf kürzer machen», wird der ehemalige Held von Fribourg-Gottéron in der Zeitung «Sowjetski Sport» zitiert. Russland hatte zum ersten Mal seit den Winterspielen 1956 den Sprung unter die besten vier Teams verpasst.
Markus Eggler - der gewichtige Skip
Ralph Stöckli und Markus Eggler wurden gefragt, ob sich der letzten Herbst unter ihnen vorgenommene Abtausch der Skip-Position im Schweizer Curlingteam gelohnt habe.
«Ja», sagte Stöckli und lieferte eine fundierte Begründung nach. Eggler verzichtete auf eine fachliche Antwort und verwies lediglich auf eine gesundheitliche Nebenwirkung: «Jetzt kann ich ja nicht mehr wischen. Ich habe drei Kilo zugenommen.»
Curling - Snowboard 1:0
Die Curler und die Alpin-Snowboarder hatten sich für Samstag um 18 Uhr Ortszeit im House of Switzerland verabredet -mit dem festen Vorsatz und dem gegenseitigen Versprechen, von den Wettkämpfen des gleichen Tages Medaillen mitzubringen. Die einen haben es eingehalten, die andern nicht.
Rennabbruch mit gutem Grund
Deutschlands Snowboard-Medaillenhoffnung Amelie Kober hat nach dem verlorenen Viertelfinal im Parallel-Riesenslalom aus nachvollziehbaren Gründen auf die Teilnahme an den Hoffnungsläufen verzichtet. Die Olympia-Zweite von 2006 lag gegen die spätere Zweite von 2010, die Russin Jekaterina Iljuchina, nach dem ersten Lauf in Führung und wurde nach einem Sturz in der Reprise von der holprigen Piste tüchtig durchgeschüttelt. «Ich habe Forfait erklärt, weil ich schwanger bin», begründete die 22-jährige Kober. «Aber in welchem Monat, das verrate ich nicht». Ebenso liess die Oberbayerin offen, ob sie die letzten drei Weltcuprennen der Saison noch bestreiten wird.
Bruch mit der «Tradition»
Bis am Freitag gewann Holland alle 84 Medaillen an Winterspielen in Eissportdisziplinen: 81 im Eisschnell-, drei im Eiskunstlauf. Mit Nicolien Sauerbreij brach eine Snowboarderin mit der langen Tradition des Landes mit den gefrorenen Grachten. Die Alpinfahrerin sicherte Holland mit dem Triumph im verregneten Parallel-Riesenslalom dazu die insgesamt 100. olympische Goldmedaille (Sommer- und Winterspiele kumuliert).
Glück hoch drei
Einen regelrechten Dauer-Adrenalinschub muss in den letzten 72 Stunden Bill Demong erlebt haben. Am Donnerstag gewann der Amerikaner das Einzelrennen der Nordischen Kombination (Grossschanze), dann nahm seine Freundin den Heiratsantrag an und fünf Minuten später erfuhr der Weltmeister, dass er an der Schlussfeier die amerikanische Fahne ins Stadion tragen wird. «Ich hatte Glück hoch drei», schwärmte Demong über seine Strähne.
Neue Wohnung dank Gold
Die chinesische Shorttrackerin Yang Zhou kann ihre beiden Goldmedaillen von Vancouver an nagelneue Wände hängen. Die Eltern der 18-Jährigen bekamen in ihrer Heimatstadt Changchun von der Regierung eine neue, grössere Wohnung zugeteilt. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua schrieb allerdings nicht, ob Yangs Olympiasiege den angestrebten Umzug der Familie beschleunigt haben.
(si)











