Olympische Spiele in Vancouver

01. März 2010 07:24; Akt: 01.03.2010 10:30 Print

Die besten Spiele aller Zeiten?Die besten Spiele aller Zeiten?

von Klaus Zaugg - «The best ever». Die besten Spieler aller Zeiten. Dieses Prädikat beanspruchen die Organisatoren der Olympischen Spiele jedes Mal für sich. Auch Vancouver. Aber sind es die besten Spiele aller Zeiten?

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Beim Eishockey Final Kanada - USA hatten die Schiris alle Hände voll zu tun. Die Fans waren bis zum Schluss einfallsreich. Am letzten Tag der Olympischen Spiele ist mit dem slowakischen Eishockey-Spieler Lubomir Visnovsky doch noch ein Sportler im Netz der Dopingfahnder gefangen. Dario Cologna stürzt auf den letzten Metern und vergibt alle Chancen auf eine 50km-Medaille. Mit Anni Friesinger-Postma rutschten die deutschen Eisschnellläuferinnen in den Final und holten Gold. Der ghanaische Schneeleopard Kwame Nkrumah-Acheampong lässt sich nach dem Slalom feiern. Der für Mexiko startende Prinz Hubertus von Hohenloe nimmt Kein Kampfsportler, Lascelles Rown ist Anschieber im kanadischen Viererbob. Skilegende Alberto Tomba feiert mit seinem designierten Nachfolger Giuliano Razzoli. So wird man wenigstens nicht erkannt. Schöner als fliegen. Und das nennt man wohl garstige Bedingungen. Snowboarder will hier keiner mehr sein. So feiern Südkoreaner Olympia-Gold. Glück und Pech liegen manchmal nah beieinander. Ungewohnte Perspektive Schwedens Curlerin Anna Le Moine kann ihren Erfolg kaum fassen. Da stimmt doch etwas nicht! Tierische Kopfbedeckung Die Royal Canadian Mounted Police trägt die südkoreanische Flagge für die erste Eiskunstlauf-Olympiasiegerin ihres Landes. Riesige Freude bei Kanadas Eishockey-Frauen nach dem Gewinn des Olympia-Finals ... ... während sich die Amerikanerinnen mit Silber begnügen müssen. Grosses Staunen bei Laura Lepisto nach der Bewertung ihrer Kür. Die Finnin verbesserte sich vom zehnten auf den sechsten Platz. Helfer-Foto auf der Freestyle-Schanze Elena Glebova aus Estland stürzte. Die Finnin Minnamari Tuominen freute sich über Olympia-Bronze ... ... genauso wie der Rest ihres Teams. Kanadische Fans schrecken auch kalte Temperaturen nicht ab. Möchte am liebsten im Boden versinken: Emmanuel Jonnier nach dem vierten Platz in der 4x10km-Staffel. Auge in Auge mit dem Puck: Jonas Hiller. Fans aus den USA. Fans aus den USA. Nicht nur die Fetzen fliegen im Eishockey. Ausgepumpt: Langläufer nach ihrem Teilstück der 4x10km. Rein in den Bob. An Unterstützung fehlt es den Kanadiern nicht. Faszination Eiskunstlauf in einem Einkaufszentrum in Tokio. Ein Haufen Österreicher im Freudentaumel nach Gold in der nordischen Kombination. In Kanada ist der Teufel los ... Eisschnellläufer Sven Kramer zeigte allen die Zunge. Norwegens Torhüter Pal Grotnes hatte einen speziellen Glücksbringer auf seinen Helm geklebt. Verloren hat sein Team trotzdem. Hoppla! Jonas Hiller ist ausser sich vor Freude ... ... und so sieht Jubel auf Russisch aus. Verloren in den Weiten eines Eisrinks Simon Ammann hat nun eine neue Brille, nachdem er seine weisse Pilotenbrille für die Versteigerung für den Sport-Nachwuchs abgegeben hat. Dänemarks Curler Ulrik Schmidt scheint unzufrieden zu sein. Letzte Arbeiten an der Freestyle-Schanze. Ein weiteres Exemplar der «Crazy Canadians» Japans Bob ist bunt verziert. Chinas Guangpu Qi fährt auf die Freestyle-Schanze zu. Ob diese Position wohl bequem ist`? Japans Eisschnellläufer in Reih und Glied. Finde den Fehler ... Eishockeyfans sind einfallsreich. Auch die kanadische Version. Oder das schwedisch-finnische Trio. Aber auch die Curling-Anhänger lassen sich nicht lumpen. Der Ukrainer Vitaliy Shumbaets stürzt auf der Grossschanze. Begehrte Unterschrift von Olympiasiegerin Ireen Wüst. Einmal tief einatmen: Die Norwegerin Hege Bokko. Verdiente Pause vom Olympiastress: Fotografen in Vancouver. Der Puck im Zentrum. Hautnah dabei: Eishockeyaction zwischen Tschechien und Russland. Das ging ins Auge: Tschechien verliert gegen Russland. Ivan Skobrev freut sich über seine Goldmedaille über 1500m im Eisschnelllauf. Trotz voller Konzentration reichte es Shani Davis nur für Platz 2. Geschafft! Die Langläufer nach der 30km Doppelverfolgung. Whistler nach dem Sieg von Ammann in Schweizer Hand. Es braucht ein neues Plexiglas im Eishockey. Der Kanadier Jon Montgomery feiert seine Goldmedaille im Skeleton. Anders Bardal: Ganz so romantisch gings auf der Skisprungschanze nicht oft zu und her. Wir bauen uns die olympischen Ringe in den Schnee. Alle Achtung! Gregor Schlierenzauer fliegt Richtung Zuschauer. Die Perspektive machts möglich. Diese Vögel wird Olympia kaum interessieren. Keine gemütliche Runde, sondern eher ein frustrierter Haufen: Patzold, Ehrhoff und Seidenberg nach dem vierten Gegentreffer. Ein finnischer Spieler küsst das Eis. Auch Finninnen können smilen wie Amerikanerinnen. Jon Montgomery freut sich über seine Goldmedaille. Und über seine Freundin Darla Deschamps. Einstretchen vor dem Spiel. Nicola Drocco macht auf Silversurfer - eine Medaille blieb dem Italiener aber verwehrt. Jeff Pain (r.) mit seinem Helm (l.) Russlands Superstar Alexander Owetschkin hob ab. Doch immerhin ist er gut gepolster ... ... nicht wie Eiskunstläufer Takahiko Kozuka ... ... oder sein japanischer Landsmann Daisuke Takahashi, der übrigens trotz Sturz Bronze holte. Zwei Rivalen im Tor: Der Schweizer Jonas Hiller (r.) und der Kanadier Martin Brodeur. Der britische Skeletonfahrer Kristan Bromley landete weich. Evan Lysacek holte überraschend Olympia-Gold. Der Spanier Ander Mirambell mit einem heftigen Bremsmanöver Da kriegt man ja glatt Angst! Ist hier Spiderman unterwegs? Florent Amodio aus Frankreich schnitt Grimassen. Das Eis war für diesen Linesman beim Spiel Finnland gegen Weissrussland wohl zu glatt. Auch diese slowakische Eishockeyspielerin hatte so ihre liebe Mühe mit der Unterfläche. Snowboarder Iouri Podladtchikov zeigte allen die Zunge. Verpasste er deshalb das Podest haarscharf? Als Sieger in der Halfpipe feiern liess sich Shaun White (r.), der mit Peetu Piiroinen «anstiess». Lokalmatador Jeremy Wotherspoon am Boden zerstört. Er erreichte über 1000 Meter nur den 14. Rang. So sehen kanadische Fans aus... Shaun Whites vereinsamter Helm Chad Hedrick küsste vor dem Start zu dem 1000 Metern seinen Glücksbringer - es brachte ihm Bronze ein. So feiert eine Olympiasiegerin: Lindsey Vonn. Usain Bolt der Winterspiele: Die Schweizerin Olivia Nobs. Russland - Lettland: Spieler im Tor, Puck nicht. Norwegische Curlingmode. Schweizer Fans sind trotz schlechtem Wetter bereit. Frau Gerritsens Abenteuer Olympische Spiele enden in einer Schaumstoffwand. Robin Szolkowy und Aliona Savchenko aus Deutschland sicherten sich trotz Sturz den dritten Rang. Erschöpfte Biathletinnen nach dem 10-km-Verfolgungsrennen. Campbell Pegg justiert ihre Augen - und ihr Visier. Witali Shumbarets aus der Ukraine stürzt beim Skispringen. Boardercrosserin Mellie Francon mit Goldhelm. Simona Meiler nach ihrem Sturz im Boardercross. Ein Tell im Tor. Jonas Hiller während der Partie gegen die USA. Björn Ferry feiert seine Goldmedaille. Keiner zu klein, ein Fan zu sein. Die Medaille ist echt: Ivan Skobrev nach seinem 3. Rang über 500m Eisschnelllauf. Weniger Glück hatte Samuel Schwarz aus Deutschland. Ein holländischer Fan beim Eisschnelllauf. Und die finnische Version. Dabei sein ist alles: Die Exoten Robel Zemichael Teklemariam (Äthiopien, links), Nepals Dachhiri Sherpa (rechts) und der Portugiese Danny Silva nach dem 15 km Langlauf. Ausgepowert: Patrik Järbyn im Ziel der Abfahrt. Freudentaumel: Joji Kato holt Bronze. Leider kein Glück für Anaïs Morand ... ... und Eiskunstlaufpartner Antoine Dorsaz in der Kür. Wir pusten alle Gegner weg: Andres Ambühl. Action total: Die Snowboardcrosser im Wettkampf. Fans von Bryan Wilson beim Buckelpisten-Wettkampf. Gewonnen hat aber Alexandre Bilodeau. Katrin Mattscherodt muss sich nach dem 3000-m-Lauf erholen. Hoppla: Jessica Dube stürzt im Paartanz mit Bryan Davison. Sturz von Janne Ryynänen als Führender der Nordisch-Kombinierer. Am Ende wurde der Finne 13. Adios Vancouver: Stefan Höhener hätte sich seinen Abgang schöner vorgestellt. Gemütlich? Fans an der Rodelbahn. Hitzig: Fans beim Eisschnelllauf. US-Boy Todd Lodwick kurz vor dem Absprung bei der Nordischen Kombination. Die Schweizer Snowboarder sind für jeden Spass zu haben. Auch der Liechtensteiner Marco Büchel zeigte sich im Smalltalk mit den Presseleuten gut gelaunt. Ole Einar Bjoerndalen und sein drittes Auge. Schweizer Fan. Kanadische Gesichtsbemalung. Simon Ammann: Der erste Olymipasieger 2010. John Wayne-Brille und ein Kuss für die Medaille. Leider gab es zum Beginn der Spiele auch Demonstrationen. Alle vier Jahre zeigen die Shortrack-Cracks bei Olympia ihr Können, wobei der Holländer Niels Kerstholt dieses Foto wohl nicht gern einrahmen wird. Das ist nicht etwa der Handschuh des King of Pop... - dieser golden geschmückte 5-Finger-Schmuck gehört US-Boy Apolo Anton Ohno, Shorttracker erster Güte. Das Siegerbild des Tages: Olympiasieger Simon Ammann flankiert von Adam Malysz (links) und Gregor Schlierenzauer. Simon Ammann stellte in beiden Sprüngen Bestweite auf und feierte seine dritte Goldmedaille an Olympischen Spielen. Im Zielraum wurde Ammann erst einmal von seinem Teamkollegen Andreas Küttel abgefangen und feste geknuddelt. Die Alpin-Frauen dagegen konnten nicht trainieren und verbrachten viel Zeit mit Warten, wie hier die Deutsche Katarina Dürr. Neben den sportlichen Schauplätzen sorgten ein paar hundert Anti-Olmypioniken für Unruhe auf den Strassen Vancouvers. Die Lingerie-Shops sind in Olympia-Stimmung. Die Olympische Fackel auf dem Weg nach Vancouver. Schneeprobleme in Whistler Darum wurde Schnee nach Cypress Mountain und Whistler transportiert. Die Buckelpiste wird vorbereitet. Dominique Gisins Lockerungsübung. Didier Cuche als Fotograf im Aquarium. Simon Ammann versucht sich als Volleyballer. Evelyne Leu mit Quatchi, einem der Maskottchen. Didier Cuches Kahlkopf. Das Wetter beschäftigt die Teilnehmer kurz vor Olympia. Einem Luchs scheint dies egal zu sein: Er wagt sich über die Strecke. Damit wir alles live sehen können, braucht es unzählige Kabel. Welcher Ski ist der beste? Stéphane Lambiel im Training. Der Deutsche Eric Frenzel auf dem Weg ins Training. Jesper Björnlund auf der Buckelpiste. Einer der vielen Exoten: Der äthiopische Langläufer Robel Teklemariam. Aufwärmen heisst es auch für Amerikas Schlittschuh-Star Shani Davis.

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Es kommt ganz drauf an, nach welchen Kriterien. Die Perfektion der Organisation von Peking 2008 erreichte Vancouver nicht. Konnte Vancouver nicht erreichen. Nur wenn der Staat die Regie und alle Kosten übernimmt, ist Perfektion in der Organisation eines globalen Sportereignisses möglich. In einer offenen, freien, demokratischen Gesellschaft gibt es diese Perfektion nicht. Es gibt nicht beides, Perfektion und Charme. Perfektion lächelt nicht.

Brachte Vancouver den bisher besten Sport aller Zeiten? Nein. Nicht einmal das Eishockeyturnier können wir mit einem Blick zurück mit gutem Gewissen als das Beste aller Zeiten bezeichnen. 1980 in Lake Placid, mit dem «Miracle on Ice», haben wir das verrücktere Turnier gesehen.

Also nicht das Prädikat «The best ever»? Doch, Vancouver wird es bekommen. Obwohl die Spiele am Anfang von einem Todesfall überschattet worden sind. Obwohl nicht alles perfekt gelaufen ist.

Aber Vancouver 2010 hat tatsächlich das, was gemeinhin als «Olympischer Geist» bezeichnet wird, zurückgebracht. Hier ist es zum ersten Mal gelungen, den Charme der «alten Spiele», die in Skiorten in den Bergen oder verhältnismässig kleinen Städten ausgetragen worden sind (St. Moritz, Cortina, Squaw Valley, Lillehammer) mit der heute notwendigen Infrastruktur einer Weltstadt zu verbinden.

Die Sterilität der letzten Grossstadtspiele von Turin 2006 (ein Olympischer Sündenfall sondergleichen) ist überwunden. Die Organisation war nicht perfekt, aber gut und die Sicherheitskontrollen wurden (fast) nicht mehr bemerkt. Die Kanadier waren gute, freundliche Gastgeber, die freiwilligen Helfer so charmant wie noch nie und es war nie eine antrainierte Freundlichkeit. Die Gastfreundschaft kam von Herzen. Die Kanadier freuten sich an den Erfolgen ihrer Athleten. Aber ihr Patriotismus lärmte nie - es war vielmehr eine fast naive, ansteckende Freude. Dazu kommt in Vancouver die einmalig schöne Lage an einem Ort, wo Land und Meer und Schnee und Berge sich treffen.

Sotschi 2014 am Schwarzen Meer hat diese Lage auch. Aber Russland ist nicht Kanada und wird deshalb Vancouver 2010 nicht übertreffen können. Sotschi wird perfekt organisiert sein. Aber das Lächeln und den Charme von Vancouver 2010 werden wir vermissen.

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  • Roger am 02.03.2010 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    The best ever...

    ist Quatsch und eben doch nicht. Olympische Spiele sind einmalig und nicht vergleichbar. Die Zeit ist eine andere, der Ort ist ein anderer, die Teilnehmer sind verschieden...und es gibt auch keinen Grund sie zu vergleichen.

  • fritz fritz am 01.03.2010 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    ZAUGG....wieder mal....

    Sie würden besser 1000 x in aller Öffentlichkeit verkünden, welch schlimme Kommunikationskultur den Verband durchzieht, wenn man bedenkt, was Gaydoul mit Krüger machte.... so was nennt sich Führer von Menschen.... aber eigentlich sagte ich es ja immer schon: That's swiss hockey - nothing!!!! Krüger machte wengistens was draus

  • mh am 01.03.2010 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    NEIN

    Nein das dürfen sie nicht werden! Wenn es Tote und verletzte gibt, können dies nicht die besten Olympischen Spiele werden!!!!

Olympia 2010 aktuell