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Ivo Rüegg
25. Februar 2010 21:46; Akt: 25.02.2010 21:46 Print
«Ich glaube fest an unsere Chance»
von Peter Haab, Whistler - Die Schweizer Bob-Teams sind mit grossen Erwartungen nach Vancouver gereist. Aber nach Trainingsstürzen und Startverzichten ist vor dem Vierer-Rennen Ivo Rüegg noch als letzte Medaillen-Hoffnung verblieben.
«Nach dem Rennen mit dem Zweier-Bob ist mir die Umstellung auf den Vierer nicht gerade leicht gefallen», gibt Steuermann Ivo Rüegg zu. «Der Zweierbob fühlt sich wie ein Kart an, der Vierer eher wie ein Lastwagen.» Rüegg ist guter Hoffnung, dass er diesen Lastwagen im Viererbob-Rennen auf einen Medaillen-Rang steuern und damit die Bob-Mission «Vancouver 2010» noch einigermassen versöhnlich abschliessen kann.
Schafft der 38-jährige Routinier aus Tuggen dieses Ziel nicht, wäre es das erste Mal seit den Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck, dass der Schweizer Bob-Verband ohne Olympia-Medaille bleibt. Bereits vor dem Viererbob-Rennen am Freitag und Samstag steht fest: Der Schweizer Bob-Verband kann sein Olympia-Ziel für Vancouver, zwei Medaillen zu gewinnen, nicht mehr erreichen.
Starke Konkurrenz
Im Training hatte Ivo Rüegg für das Vierer-Rennen absichtlich noch nicht alle Karten aufgedeckt. «Sowohl auf der Bahn wie auch am Schlitten habe ich noch Reserven», verriet Rüegg vor dem Training am Donnerstagnachmittag Ortszeit. «Im Zweier bin ich das Training viel zu offensiv angegangen und konnte dann im Rennen nicht mehr zulegen.»
Die Deutschen, die Nordamerikaner und die Russen werden auch im Vierer-Rennen harte Gegner sein. Aber der Doppelweltmeister lässt sich zumindest äusserlich nicht aus der Ruhe bringen. «Ich glaube fest an unsere Chance, denn ich weiss ja, was wir als Team drauf haben. Beat Hefti hat sich nach seiner überstandenen Verletzung gut ins Team eingefügt. Im Training hatten wir nicht die geringsten Probleme.»
Hefti wirkt immer noch angeschlagen
Hefti selbst machte aber auch am Donnerstag noch einen niedergeschlagenen Eindruck. Er hatte bei einem heftigen Sturz im Training zum Zweierbob-Rennen Prellungen am ganzen Körper und eine Gehirnerschütterung erlitten. Diese Schmerzen sind zwar abgeklungen, aber der seelische Schmerz, nicht mit dem eigenen Vierer in Whistler starten zu können, war immer noch gross. Mit dem grossen Ziel Olympia 2010 in Vancouver vor Augen hatte er ja vom Anschieber- auf die Piloten-Position gewechselt.













