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Mike Schmid
28. Februar 2010 20:08; Akt: 28.02.2010 20:46 Print
Der Olympiasieger, der seine eigene Strasse baut
Skicross-Olympiasieger Mike Schmid ist mit einer grossen Feier in seiner Heimat Frutigen BE geehrt worden. Dabei könne es sogar sein, dass Schmid selbst an der «Mike-Schmid-Olympiastrasse» mitbaue, sagte der Gemeinderatspräsident. Auch Morgins VS hat «seinen» Skistar Didier Défago gefeiert.

Triumphaler Empfang für Olympiasieger Mike Schmid in Frutigen. (Bild: Keystone)
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Die Gemeinde Frutigen im Berner Oberland schenkte dem 25-jährigen Strassenbauer am Sonntag zum Sieg eine eigene Strasse. Gemeinderatspräsident Ruedi Egger präsentierte an der Empfangsfeier in der Sporthalle Widi bereits das Schild für die neue Strasse, die voraussichtlich im kommenden Sommer gebaut wird. Die Gemeinde könne nicht einfach eine bestehende Strasse umtaufen, erklärte der Gemeinderatspräsident, weshalb eine der neu geplanten Strassen im Dorf künftig den Namen Mike Schmids tragen werde.
Didier Défago feiert seine Goldmedaille mit Töchterchen Alexanne auf dem Arm in Morgins und nimmt die Glückwünsche des ehemaligen Skifahrers Roland Colombin entgegen.
Leser-Reporterin Sandrah nahm an der Feier für Didier Défago ein Bild von Pirmin Zurbriggen und Joël Gaspoz (in der Mitte, Gaspoz mit helbrauner Jacke) auf.
In der vollen Sporthalle nahm Schmid weitere Geschenke entgegen. So beispielsweise vom Verband Swiss-Ski, der dem Athleten zwei Konzerttickets für ein U2-Konzert in Zürich überreichte.
Laudatio von alt Bundesrat Ogi
Verschiedene Redner gratulierten Mike Schmid zum Olympiasieg im kanadischen Vancouver. Einer der Gratulanten war alt Bundesrat Adolf Ogi. «Viermal fahren, viermal gewinnen, viermal konzentrieren, viermal keine Fehler machen - das können nicht mal Politiker», sagte der frühere Bundesrat aus dem nahen Kandersteg.
Mike Schmid zeigte sich überwältigt. «Ich wusste nicht, dass es in Frutigen so viele Menschen gibt», sagte er vor über 3000 Fans in der vollen Sporthalle. Er sei kein grosser Redner und möchte einfach nur tausend Mal Danke sagen, fügte er an. «Ihr seid super!»
Begonnen hatte die grosse Feier mit einem Umzug durch die Ortschaft. Schmid sass dabei auf einer Baumaschine und winkte den jubelnden Einwohnern zu, die unentwegt Fahnen schwangen und Bilder knipsten. Umrahmt wurde der Empfang von der Musikgesellschaft Frutigen.
Weitere Attraktion für Frutigen
Auch Gemeindepräsident Kurt Zimmermann freute sich über den Sieg Schmids. «Das ist ein Sieg mit hohem Stellenwert und positiver Wirkung für Frutigen», sagte er der Nachrichtenagentur SDA.
Für den Tourismus in der Region sei es förderlich, wenn Frutigen immer wieder mit erfreulichen News in den Medien erscheine. «Nach dem kürzlich eröffneten Tropenhaus haben wir mit Mike Schmid eine weitere Attraktion dazugewonnen», fügte Zimmermann an.
Von Schmids Olympia-Erfolg dürfte die relativ neue Sportart ebenfalls profitieren. Das mediale Interesse am Skicross habe enorm zugenommen, sagte Bruno Hauswirth vom Verein Ski Cross Berner Oberland auf Anfrage.
Davon dürften auch die anstehenden Weltcup-Rennen profitieren, die im März in Meiringen und Grindelwald statt finden. Nach den spektakulären Bildern der Siegesfahrt Mike Schmids rechnet der Skicross-Verband für diese Rennen mit noch mehr Zuschauern vor Ort.
Walliser Feier für Didier Défago
Morgins hat am Sonntag «seinen» Skistar Didier Défago gefeiert. Der Walliser Abfahrts-Olympiasieger defilierte durch die Strassen seines Geburtsortes - begleitet von seiner Frau und seinen Kindern. «Ein fantastisches Fest mit einer schönen Atmosphäre», freute sich Gemeindepräsidentin Marianne Maret. Mit Didier Défago feierten auch die Alt-Skistars Roland Colombin, Pirmin Zurbriggen und Joël Gaspoz. Sogar der Bürgermeister des französischen Nachbarortes machte dem schon in die Jahre gekommenen Goldjungen seine Aufwartung.
Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen rund 4000 Fans am Fest für den 32-jährigen Abfahrer teil. Sie schwangen Fähnchen und hielten Spruchbänder hoch.
Dem Umzug durch das Dorf folgten ein offizieller Akt, ein Essen und ein Ball. Dabei wurden 150 Käse aus dem Tal, dem Vallée d'Illiez, 3000 Liter Suppe von der Skistation Portes du Soleil und 200 Kilogramm Brot serviert. 5000 Flaschen Wein rundeten das Angebot ab. Als besondere Überraschung zeigte das Dorf auf zwei Grossleinwänden einen Zusammenschnitt aller olympischen Abfahrten seit 1960.
(sda)











