Snowboard

27. Februar 2010 23:21; Akt: 27.02.2010 23:42 Print

Schoch ohne Medaille, Anderson OlympiasiegerSchoch ohne Medaille, Anderson Olympiasieger

Als einziger des Schweizer Männerquartetts überstand Simon Schoch die Qualifikation im Parallel-Riesenslalom. Im Viertelfinal war dann aber Endstation für den Silbermedaillengewinner von Turin 2006. Olympiasieger wurde der Kanadier Anderson, der im Finale den Österreicher Karl auf den zweiten Platz verwies.

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Für Simon Schoch und die Alpinfraktion der Snowboarder endete das letzte Olympiarennen enttäuschend.
Der Olympia-Zweite von Turin schied nach dem Sieg im Achtelfinal gegen den Deutschen Patrick Bussler eine Runde später aus. Nachdem er sich im ersten Lauf gegen den Russen Stanislaw Detkow 0,66 Sekunden Rückstand eingehandelt hatte, holte Schoch auf, ehe er stürzte. Mit Siegen in den Hoffnungsläufen (zwei davon kampflos) klassierte sich der Zürcher Oberländer letztlich im 5. Rang. Nevin Galmarini (17.) verpasste die Qualifikation für die Top 16 um zwei Hundertstel, Marc Iselin (19.) und Roland Haldi (20.) scheiterten ebenfalls um weniger als eine Sekunde.

Irgendwie passte der missratene Abschluss ins ziemlich schiefe Olympia-Bild der Schweizer Snowboard-Delegation. 16 Sportler hatte der Verband nach Kanada delegiert. Nur eine Starterin nutzte ihre Chance: Olivia Nobs, die für die verletzte Tanja Frieden nachgerückt war, gewann im Cross-Wettbewerb Bronze. Die ehemaligen Medaillen-Garanten werden erstmals seit der Aufnahme ins Olympia-Programm vor zwölf Jahren ohne Gold abreisen.

Der Sieg ging an den Einheimischen Jasey-Jay Anderson. Der bald 35-jährige Kanadier gewann den Final gegen den österreichischen Weltcup-Leader Benjamin Karl mit einer guten Brettlänge Vorsprung, Bronze ging an den französischen Altmeister Mathieu Bozzetto. Der Ende Saison abtretende Anderson zeigte in seinem letzten Grossanlass einmal mehr, dass er mit garstigen Wetterbedingungen bestens zurecht kommt. 2005 in Whistler hatte er sich im Dauerregen zum Doppel-Weltmeister gekürt.


Snowboard, Parallel-Riesenslalom

Gold: Jasey-Jay Anderson (Ka)
Silber: Benjamin Karl (Ö)
Bronze: Mathieu Bozzetto (Fr)
Ferner:
5. Simon Schoch
17. Nevin Galmarini
19. Marc Iselin
20. Roland Haldi


LIVETICKER

- Nun gehts ums Ganze, Anderson oder Karl! Anderson gewinnt in einem atemberaubenden Finish, Silber geht an Karl.

- Der zweite und finale Durchgang steht in Kürze an, holen sich die Österreicher Gold oder kann sich der Kanadier noch den Sieg krallen?

- Der 1. Finaldurchgang geht los, Karl auf dem roten Kurs, Andersen auf dem blauen, Karl mit gutem Start, Andersen dicht dahinter, aber Karl rettet 0.76 ins Ziel.

- Damit machen Karl und Anderson den Olympiasieg unter sich aus.

- Detkov und Anderson machen den zweiten Finalisten unter sich aus. Anderson schafft den Finaleinzug.

- Nun Bozzetto gegen Karl, wer kommt ins Finale? Karl gewinnt den Lauf souverän und steht im Final, die Österreicher jubeln.

- Simon Schoch beendet das Rennen auf Platz 5, kampflos, da sein Gegner verletzungsbedingt nicht antreten konnte.

- Nun Detkov gegen Anderson, Detkov hält sich auch gegen Anderson gut, nur 0.25 Rückstand für den Russen.

- der erste Halbfinal ist im Gang, Karl holt über 1 Sekunde auf Bozzetto heraus.

- Flander gegen Anderson, wer schafft das Halbfinal? Anderson, der Kanadier kämpft weiter um die Medaillen.

- Nun Simon Schoch, kann er den Rückstand von 0.66 wettmachen? Schoch macht einen Riesenfehler und verhaut den Lauf und verabschiedet sich von Olympia.

- Kosir und Karl die nächsten beiden. Kosir stürzt, Karl im Halbfinal.

- Der 2. Durchgang beginnt, Klug mit 0.6 Vorsprung vor Bozzetto. Der Franzose bleibt fehlerfrei und steht im Halbfinal.

- Flander verliert den letzten Lauf und muss 0.64 gegen Anderson aufholen.

- Nun Simon Schoch, der gegen den Russen Detkov ran muss. Schoch zuerst auf der etwas schnelleren roten Piste, Detkov macht Tempo, beide gleichauf, Schoch mit 0.66 sek. Rückstand.

- Karl gegen Kosir, das nächste Duell. Kosir mit kleinem Fehler, der Österreicher Karl sichert sich 1.15 Vorsprung.

- Start zum ersten Viertelfinallauf, Bozzetto gegen Klug, der Franzose bleibt hängen, Klug mit 0.60 sek. Vorsprung.

- Nun der letzte Lauf des Achtelfinals, Flander gegen Dufour, der Slowene mit 1.5 sek Vorsprung. Flander gewinnt und marschiert unter die letzten Acht.

- Simon Schoch nun mit seinem 2. Lauf, 1.50 Sekunden Vorsprung nimmt er mit. Schoch bringt den Lauf sicher runter und ist im Viertelfinal.

- Karl und March im Starthaus, March muss 1.5 aufholen. Karl eine Runde weiter.

- Morison und Kosir die nächsten zwei, der Kanadier kann aufholen, leistet sich aber einen Fehler, Kosir ist eine Runde weiter. Aus der Traum für den Kanadier.

- Biveson und Bozzetto nun in der Spur. Der Franzose ist eine Runde weiter.

- Klug und Promegger machen wieder den Anfang. Klug muss 0.88 aufholen - und schafft es, der Österreicher ist draussen.

- Die 1. Läufe sind durch, nun werden die Spuren gewechselt und die Zeiten addiert - die Sieger kommen eine Runde weiter.

- Das letzte Paar ist unterwegs, Flander gegen Dufour, der Franzose stürzt, Rock Flander mit 1.50 Vorsprung.

- Nun Simon Schoch, er duelliert sich mit dem Deutschen Bussler. Schoch kommt nicht gut weg, aber Bussler verhaut seinen Lauf, Schoch mit 1.50 Vorsprung für den 2. Lauf. - Damit steht Schoch bereits mit einem Bein im Viertelfinal.

- Karl gegen March, Italien gegen Österreich das nächste Duell. March stürzt und handelt sich die 1.50 ein, der Maximalrückstand.

- Der Kanadier Morrison verhaut seinen Lauf, Kosir mit den besseren Karten für den zweiten.

- Noch zwei Paare, dann muss Simon Schoch auf die Strecke.

- Bevison gegen Bozetto, die nächste Paarung. Schweden gegen Frankreich. Der Franzose gewinnt diesen ersten Lauf, knapp vier Zehntel Vorsprung.

- Bei nebligen Verhältnissen kassiert Promegger über acht Zehntel Rückstand Handycap für den 2. Lauf.

- Der erste Achtelfinaldurchgang steht kurz bevor. Promegger und Klug sind die ersten, die sich messen.

20 Minuten Online ist ab 21.15 Uhr live bei der Entscheidung mit dabei.


Schoch 9. in der Qualifikation

Nach der erfolgreichen Qualifikation gab sich Simon Schoch im Hinblich auf die Medaillenchancen kämpferisch: Ich fühle mich gut, jeder der hier teilnimmt kann gewinnen.

Nur Österreichs Hoffnungsträger Andreas Prommegger, die Nummer 2 der FIS-Weltrangliste, und der Franzose Sylvain Dufour überquerten die Ziellinie bei sintflutartigen Regenfällen und schlechter Sicht schneller als Schoch.

Die restlichen Starter des Schweizer Männerquartetts haben sich schon in der K.o.-Phase verabschiedet Nevin Galmarini (17.) verpasste die Qualifikation für die Top 16 um zwei Hundertstel, Marc Iselin (19.) und Roland Haldi (20.) scheiterten ebenfalls um weniger als eine Sekunde.

(res)

Olympia 2010 aktuell