Türe klemmt

07. Februar 2014 10:15; Akt: 10.02.2014 16:22 Print

20-Minuten-Reporterin eine Stunde eingesperrt

von Franziska Burkhard, Sotschi - Unsere Reporterin hatte in Sotschi kaum Probleme mit der Unterkunft – bis am Morgen nach dem Duschen die Badezimmertüre klemmte.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Jetzt weiss ich, was Panik bedeutet. Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele wollte ich nur noch kurz unter die Dusche. Daraus wurde ein zweistündiges Abenteuer: Geschniegelt und gestriegelt wollte ich das Badezimmer wieder verlassen. Doch die Türe machte keinen Wank. Zuerst machte ich mir keine grossen Sorgen, die Türe ging schon immer etwas streng. Schnell stellte sich aber raus: Hier geht gar nichts mehr.

Ich wurde unruhig und war besorgt. Was macht man in einer solchen Situation? Erst einmal rütteln, schütteln und mit aller Kraft den Türgriff würgen. Ohne Erfolg. Das Handy nahm ich zum Duschen natürlich nicht mit, meine Kollegen anzurufen war also keine Option. Der nächste Schritt: mit der Schulter voran gegen die Türe rennen. Abgesehen von Schmerzen hat das auch nichts gebracht.

Das Fenster? Kann nur gekippt werden, aus dem vierten Stock hört mich so niemand. Plan B: trotzdem einfach mal laut um Hilfe schreien.

Nachbarn eilen zu Hilfe

Nach einer halben Stunde bringt das Erfolg. Die russischen Zimmernachbarn, die zum Glück Englisch verstehen, hören mein Klopfen und Rufen und holen Hilfe. Rund 30 Minuten kämpfen die herangeeilten Handwerker zuerst mit dem Zimmerschloss, in dem ich über Nacht meinen Schlüssel habe stecken lassen. Die Badezimmertüre ist dann schnell geöffnet. Die Helfer sind besorgt und entschuldigen sich mehrfach – die Situation ist ihnen unangenehm. Sofort macht sich ein Handwerker an die Reparatur der Schlösser.

Insgesamt war ich etwas mehr als eine Stunde im Badezimmer eingesperrt. Doch ich hatte Glück: Eine Stunde später wären meine Nachbarn nicht mehr im Haus gewesen. Ich will gar nicht daran denken, wie lange ich in diesem Fall festgesteckt wäre. Hätte ich vielleicht sogar die Eröffnungsfeier verpasst?

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • catch33 am 07.02.2014 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    es könnte doch viel schlimmer sein...

    stellt euch mal vor, ihr schliesst euch aus der Toilette AUS und müsst dann ganz dringend.

    einklappen einklappen
  • Tunguska Bär am 07.02.2014 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Anti-Russland Propaganda

    Warum wird eigentlich nur negatives über Russland geschrieben? Befinden wir uns wieder im kalten Krieg?

    einklappen einklappen
  • deb_ch am 07.02.2014 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Hört doch endlich auf damit..

    Ich kann die Negativ-Berichterstattung um Soi kaum mehr ertragen. Was soll das eigentlich?? Muss man einen solchen Event, der mit viel Mühe und Einsatz vorbereitet wird, der etwas Schönes, Grosses werden soll, auf solch billige Art herunter machen?? Es mag ja sein, dass hier und dort etwas nicht 100% funktioniert, aber man könnte ja das Positive hervorheben und nicht auf Kleinigkeiten herumreiten.. Unglaublich. Wäre es in den USA oder sonst einer pro-westlichen Nation, dann wehe dem, der ein böses Wort dagegen sagen würde..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • deb_ch am 08.02.2014 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten der Olympiade/Investitionen Sochi

    Die geschätzten Kosten für die Olympiade betragen ca. 214 Mia Rubel, ca. 6.5 Mia USD. 50% davon werden durch den Staat finanziert, 50% durch Private. Diese fantastische Zahl von über 50 Mia kommt daher, dass in den Ort und in die veraltete Infrastruktur in Sochi zusätzlich investiert wird. Russland hat mit Sochi, dem beliebten Badeort, Pläne die über die Olympiade hinausgehen. Und das ist gut so. Die Probleme, welche dieser Aufbau mit sich bringt, sind nicht russlandbedingt. Auch anderswo werden "Vetterligeschäfte" gemacht, auch anderswo passt es Menschen nicht, wenn sich die Umgebung ändert.

  • reisender am 07.02.2014 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    nachdenken

    frauen kriegen auch alles kaputt ! tsssss in wieviel schweizer hotels ist alles in ordnung ?????

  • Nele S. am 07.02.2014 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    hier oder dort

    sowas kann überall passieren: letzten sommer hörte ich beim einchecken in einem hostel im glarnerland leise rufe aus dem nebenzimmer - eine japanerin hatte 26std (!) im bad eingeschlossen ausgeharrt... keiner hatte sie vermisst, weil sie alleine reiste; und die zimmer werden nur alle zwei tage geputzt, es war also all die zeit niemand auf dieser etage. erstaunlicherweise hat sich die frau nicht beklagt, sondern war einfach nur dankbar, endlich wieder tageslicht zu sehen.

  • Sport Interessierter am 07.02.2014 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    @Franziska Burkhard: Zum ersten Mal weg?

    Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber sind Sie zum ersten Mal im Ausland? Wenn Sie wegen einer verschlossenen WC-Türe zum ersten Mal Panik gespürt haben dann hoffe ich ernsthaft für Sie, dass während den Spielen keine Bombenstimmung aufkommt. Unvorstellbar, was wir sonst noch an Schweissausbrüchen mitbekämen. Eigentlich würden z.B. Details und Fotos um Simis neue Bindung wesentlich mehr interessieren als Bilder einer aufgebrochenen, sonnendurchfluteten Nasszelle.

  • Ivan Huber am 07.02.2014 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vodka

    Hoffe die 20 Minuten Reporterin hat danach genügend Vodka getrunken zum sich beruhigen !

Olympia 2014 aktuell

Medaillenspiegel

Programm